Meditieren mit jungen Kindern zwischen acht und vierzehn Jahren

Kinder zwischen acht Jahren und dem Einsetzen der Pubertät profitieren von geeigneten Meditations- und Entspannungsübungen.

Kinder können die Vorzüge von Meditation genauso genießen wie Erwachsene. Stabileres Immunsystem, allgemeine Gesundheit, Stressbewältigung, Entspannung und erhöhte Bewusstheit sind nur einige dieser Vorzüge. Für die genannte Altersgruppe zwischen acht und 14 Jahren (beziehungsweise bis zum Einsetzen der Pubertät) geht es speziell darum, Konzentration, Entspannungsfähigkeit, Lebendigkeit und Kreativität zu fördern sowie die Kinder für die Turbulenzen der bevorstehenden Pubertät zu wappnen.

Meditation für Kinder zwischen acht Jahren und der Pubertät

Lehrer und Eltern sollten beachten, dass Kinder einen anderen Zugang zur Meditation brauchen als Erwachsene. Für Kinder ab etwa acht Jahren gilt dabei, dass sie – im Gegensatz zu Vorschulkindern – die nötigen Voraussetzungen für diese Art der Innenschau mitbringen. Der erfahrene Yogalehrer und Psychotherapeut Dr. Swami Shankardev erwähnt die folgenden drei meditativen Übungen für diese Altersgruppe: Den Sonnengruß (Surya Namaskar), die Wechselatmung und das Mantrasingen.

Sonnengruß (Surya Namaskar) für Kinder

Der Sonnengruß ist eine beliebte Yogaübung. Sie besteht aus einer Abfolge von Asanas (Stellungen), welche besonders gut geeignet sind, um die Lebensenergie (Prana) im Fluss zu halten und sich nicht in einzelnen Chakras oder Zentren (zum Beispiel dem Sexualzentrum) festsetzen zu lassen. Dies kann pubertierenden Kindern helfen, nicht von ihrer eigenen sexuellen Entwicklung oder von den emotionalen Umbrüchen der Pubertät überwältigt zu werden. Allerdings weist Dr. Swami Shankar darauf hin, dass die Yogastellungen für diese Altersgruppe nicht zu lange gehalten werden sollten, um zu viel Druck auf das Hormonsystem zu vermeiden. Er schlägt außerdem vor, sich an die gebräuchlichen Asanas zu halten.

Wechselatmung (Anuloma Viloma oder Nadi Shodana)

Von der Wechselatmung (auch bekannt unter den Sanskrit-Ausdrücken Anuloma Viloma oder Nadi Shodana) berichtet Dr. Shankar, dass sie die beiden Gehirnhälften harmonisiert. Die Wechselatmung ist die einfachste Form der Atemkontrolle und kann in vereinfachter Form auch schon von Kindern dieser Altersgruppe geübt werden. Grundsätzlich gleicht die Übung der allgemein üblichen Wechselatmung, nur dass in diesem Fall der Atem an keiner Stelle angehalten werden sollte. Stattdessen werden die Kinder angehalten, einfach das Ein und Aus des Atems zu beobachten, während sie die Nasenlöcher abwechseln, wie es im Nadi Shodana üblich ist. Diese Übung hat einen besonders beruhigenden, ausgleichenden Charakter.

Mantrasingen

Dr. Swami Shankardev hebt außerdem die Vorzüge des Mantrasingens als meditative Übung für Kinder dieses Alters hervor. Das Singen oder Chanten von Mantras kann seiner Meinung nach einen starken, positiven Effekt auf das Gehirn und das Gemüt haben. Er nennt insbesondere das Gayatri Mantra, ein traditionelles Sanskrit-Mantra mit universeller Bedeutung. Das Gayatri soll die Intelligenz anregen und kann von jedem, unabhängig von Glauben oder Religion, gesungen werden.

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