Morgendliche Erektion

Die morgendliche Erektion wird gemeinhin ausschließlich dem männlichen Genus zugeschrieben. Jedoch erleben viele Frauen während der nächtlichen Ruhe eine nicht wahrgenommene Anschwellung der primären Geschlechtsteile. Dieser biologische Prozess blieb bis auf Weiteres von Frauen und der Forschung unbemerkt und geriet erst kürzlich in den Fokus der kontemporären Wissenschaft. Die Erforschung dieses Phänomens genießt trotzdem eine geringe Attention. Im Kontrast hierzu ist die männliche morgendliche Erektion gut erforscht. Folgende wichtige Erkenntnisse zu der nächtlichen Erektion konnte die Wissenschaft in letzter Zeit erbringen und zusammentragen:

1. Erkenntnis: Das männliche Geschlecht erlebt in jedem Alter die morgendliche Erektion

Alle Männer, vom Säugling bis zum Greis, erfahren im Schlaf eine oder mehrere, nächtliche beziehungsweise morgendliche Erektionen. Im Durchschnitt liegt die Dauer der nächtlichen Erektion zwischen fünfzehn und vierzig Minuten. Im Prinzip ist die morgendliche Erektion die letzte Schlaferektion der Nacht. Normalerweise erfolgt bei der Schlaferektion kein Samenerguss. Falls es über einen längeren Zeitraum zu keiner Ejakulation kam, kann es zu der sogenannten Pollution kommen. Dies ist ein Terminus für den unkontrollierten, nächtlichen Erguss des männlichen Samens.

2. Erkenntnis: Die morgendliche Erektion hat physiologische sowie gesundheitliche Gründe

Die morgendliche Erektion ist das Resultat eines komplexen Prozesses während des nächtlichen Schlafes. Die Anschwellung der Geschlechtsteile tritt in der Regel in den sogenannten REM-Phasen auf. Die REM-Phasen (Rapid Eye Movement) zeichnen sich durch schnelle Augenbewegung bei geschlossenen Lidern sowie durch das Auftreten intensiver Träume aus. Charakteristisch für den RME-Schlaf ist die Erhöhung des Blutdruckes und der Herzfrequenz. Diese führen zu vermehrten Bluttransport im Kreislaufsystem und zu stärkerer Durchblutung der arteriellen Gefäße. Gleichzeitig erfolgt die Entspannung der kleinen Muskeln in den Schwellkörper-Strukturen der Genitalien. Der Blutabfluss wird durch das Abdrücken von kleinen Venen im Schwellkörper unterbunden. Die Konsequenz liegt in der Versteifung des männlichen Gliedes beziehungsweise der weiblichen Organe. Durch den verstärkten Blutfluss wird das männliche Glied sowie die Genitalien der Frau mit Sauerstoff versorgt. Durch ein Unterbleiben der nächtlichen Erektion kann es zur Entwicklung und Verstärkung eines Gewebeschadens kommen.

3. Erkenntnis: Frauen erleben in der Nacht Erektionen

Neue Beobachtung der Wissenschaft führten zu dem Schluss, dass Frauen in der REM-Phase eine Erektion durch vaginale Erregung erleben können. Diese Art der Erektion äußert sich in dem Anschwellen der Klitoris, der Schamlippen sowie der Befeuchtung der Vagina. Auf Grund der geringen Auffälligkeit der Erektion wurde dieses Phänomen bei Frauen lange Zeit nicht erkannt.

4. Erkenntnis: Nächtliche Erektionen sind selten das Resultat von erotischen Träumen

Ein Forscher führte ein Experiment zur Ermittlung der Trauminhalte bei Probanden während des Erektion durch. Die Probanden wurden in der REM-Phase (Traumphase) aus dem Schlaf gerissen und nach den Inhalten ihrer Träume befragt. Der Prozentsatz der Träume mit sexuellen Hintergrund war gering. Statt dessen behandelten die Träume alltägliche Probleme, Sorgen oder erlebte Situationen der jeweiligen Befragten.

5. Erkenntnis: Nächtliche Erektion gibt oft Auskunft über die Potenz des Mannes

Im Verlaufe der Jahrzehnte kann es bei einem Mann zu Erektionsstörungen kommen. Die morgendliche Erektion kann an dieser Stelle ein Indiz für die biologische sowie organisch einwandfreie Erektionsfähigkeit des Geschlechtsteiles sein. Bei vorliegender sexueller Erektionsstörung kann somit auf externe Faktoren wie Stress oder Belastungen als Ursache geschlossen werden. Die Abwesenheit der morgendlichen Erektion kann im Gegenzug nicht als ein Indiz für vorliegende Potenzschwierigkeiten gedeutet werden. Eine Minorität an Männern erlebt die nächtliche Erektion, ohne eine Erregung in den Morgenstunden zu erfahren. Zur Klärung des Tatbestandes sollen phallographische Untersuchungen in Schlaflaboren durchgeführt werden.

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