Unser Schweiß steckt voller Informationen

Im Schweiß stecken Mineralien und Duftstoffe, die uns Informationen geben, von denen wir bewusst nichts wissen.

Jeder Mensch schwitzt – egal ob er will oder nicht. Und unser Schweiß hat nicht nur die Funktion uns vor Überhitzung zu schützen – er steckt vielmehr voller Informationen, die wir unbewusst wahrnehmen.

Am Körpergeruch erkennt man das Alter

Forscher aus Philadelphia verteilten jeweils ein T-Shirt an Geruchsspender im Alter von 20 bis 95 Jahren. Die Spender schliefen dann fünf Nächste in diesen T-Shirts wobei schweißabsorbierende Stofflappen unter den Achsel befestigt waren. Danach bekamen 41 junge Testschnüffler und Testschnüfflerinnen jeweils zwei unterschiedliche Geruchsproben zum Riechen. Anhand dieser Proben sollten die Testschnüffler einschätzen, wie alt der Spender war. Auch sollten sie einteilen, wie intensiv oder auch unangenehm der Geruch war.

Zwei Resultate waren auffällig: Zum einen lagen die Schnüffler bei ihrer Alterseinschätzung signifikant häufig richtig. Zum anderen stellte sich heraus, dass der Geruch alter Menschen entgegen des gängigen Vorurteils häufig als weniger intensiv oder unangenehm wahrgenommen wurde.

Schweißgeruch deutet auf Krankheiten hin

Unter normalen Umständen schwitzt der Mensch, wenn es ihm zu warm ist. Mit dem Schweißfilm auf der Haut verschafft sich der Körper die nötige Kühlung. Auch Schwitzen durch Angst oder Aufregung ist keine Seltenheit und nicht gesundheitlich bedenklich. Schwitzt man aber grundsätzlich übermäßig stark, sollte dies vom Arzt untersucht werden. Dieser sollte vor allem dann besucht werden, wenn schon der frische Schweiß schlecht riecht. Denn bei gesunden Menschen ist der frische Schweiß meist klar und geruchslos und entwickelt erst nach einiger Zeit durch Bakterien seinen unangenehmen Geruch.

Überdurchschnittliches Schwitzen deutet immer auf eine Störung hin. Im einfachsten Fall können sich dahinter Überanstrengung, Erschöpfung oder Stress verbergen. Aber auch organische Ursachen können zugrunde liegen. Es kann sich um eine Störung im Mineralhaushalt handeln oder um eine Schilddrüsen-Überfunktion. Aber auch das Lymphsystem kann ebenso geschädigt sein wie die Lunge. Die organischen Ursachen können also sehr weitreichend sein und nur von einem Mediziner festgestellt werden.

Der Geruch hat Einfluss auf die Partnerwahl

„Ich kann Dich gut riechen“ sollte mitunter wörtlich verständen werden. Denn unser Geruchssinn hat einen starken Einfluss darauf, wen wir uns als Partner aussuchen. Unser Flirtpartner kann noch so toll aussehen, charmant und witzig sein – wenn uns sein Geruch nicht zusagt, hat er schon verloren. Vor allem Frauen vertrauen öfters ihrer Nase, während Männer sich gern durch andere Attribute ablenken lassen. Und das macht aus weiblicher Sicht auch Sinn. Ratten können bei ihren Artgenossen anhand des Geruchs feststellen, ob dieser an Krankheiten leiden. Wir Menschen können dies auch – wenn auch eingeschränkter und unterbewusst.

Frauen suchen sich häufig Partner, die einen ganz anderen Genpool besitzen als sie selbst. Diese Informationen nehmen sie instinktiv über die Duftbotschaften des Schweißes auf. Durch diese Auswahl ist sichergestellt, dass der potentielle Nachwuchs einen möglichst breitflächigen Genpool vererbt bekommt. Da viele erbliche Krankheiten rezessiv vererbt werden, ist das Risiko hierfür automatisch verringert, wenn beide Elternteile möglichst unterschiedliche genetische Voraussetzungen besitzen.

Und nicht nur die Nase hat einen Geruchssinn. Auch Spermien scheinen in der Lage zu sein, zu riechen. Die weibliche Eizelle produziert einen Geruch, der entfernt an Maiglöckchen erinnert. Diesem folgen die Spermien auf ihrem Weg durch die Gebärmutter, um ihr Ziel zu erreichen.

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