Rosenquarz – Stein der Liebe und der Fruchtbarkeit

Im MIttelalter gehörte der Rosenquarz zu den beliebtesten Halbedelsteinen.

Wie der Name schon sagt, gehört der Rosenquarz zur Gesteinsgruppe der Quarze. Die Hauptabbaugebiete sind Brasilien und Madagaskar. Rosenquarz findet sich in granitischen Pegmatiten, wo er zusammen mit Kalifeldspat, Schörl, Cassiterit, Beryll und Phosphatmineralien vorkommt. Außerdem findet sich Rosenquarz in massiven hydrothermalen Quarzgängen. Sehr selten und kostbar sind durchsichtige Steine, die dann in Facetten geschliffen werden. Besondere Einschlüsse – feine Rutilnadeln – lassen in kugelig geschliffenen Steinen durch Lichtbrechung Sterne entstehen.

Rosenquarz bestimmter Fundorte verliert durch die Einwirkung von Sonnenlicht seine Farbe, während Funde anderer Lagerstätten die Farbe behalten, obwohl sie 50 Jahre dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Wird Rosenquarz auf über 575° C erhitzt, verliert er seine Farbe. Lange war die Farbursache von trübem Rosenquarz umstritten. So glaubte man beispielsweise an den Einbau von Mangan oder manganhaltigen Mineralien. Auch die Wechselwirkung von Eisen- und Titanionen im Quarz wurde diskutiert.

Früher glaubte man, dass Rosenquarz vor Herzerkrankungens schützt

Erst neuere Untersuchungen konnten jedoch belegen, dass feinste Einschlüsse von einem faserigen Dumortierit-ähnlichen Mineral Rosenquarz seine Farbe verleiht. Klare Kristalle von Rosa Quarz erhalten ihre Farbe nicht durch Einschlüsse, sondern durch den gekoppelten Einbau von Aluminium und Phosphor in die Quarzstruktur und nachfolgende Bestrahlung. Im MIttelalter glaubte man, dass Rosenquarz vor Herzerkrankungen schützt. Darüber hinaus soll er mit seinen friedlichen Schwingungen die innere Harmonie seines Trägers fördern und seinen Optimismus bestärken.

In der Steinkunde wird Rosenquarz als Heilstein bei Einschlafproblemen empfohlen, ebenso bei schlechter Durchblutung, Beinleiden und Venenproblemen. Allerdings ist die beschriebene Wirkung weder wissenschaftlich noch medizinisch nachgewiesen oder anerkannt und ersetzt in keinem Fall einen Arztbesuch. In der Astrologie spielt der Rosenquarz eine gewichtige Rolle. Er dient als Glücksbringer für Menschen, die unter den Sternzeichen Stier und Krebs geboren sind. Dem Glauben nach weckt der Stein auch den Sinn für Kunst, macht geschmacks- und stilvoll und fördert die Liebe.

Im MIttelalter gehörte Rosenquarz zu den beliebtesten Halbedelsteinen

Darüber hinaus gilt Rosenquarz als starkes Symbol für Fruchtbarkeit. Es soll körperliche und geistige Schwächen des Liebeslebens heilen. Andere Quellen sprechen auch von der Wirkung als Strahlenabsorber (Computerstrahlen, Wasseradern). Als Planetenstein wird Rosenquarz der Sonne zugeordnet. Diese Zuordnung hat ihren Ursprung im Indischen Horoskop, das schon früh versuchte, Edelsteinen bestimmten Sternbildern und Planeten zuzuordnen. Noch im Mittelalter gehörte Rosenquarz zu den beliebtesten Halbedelsteinen. Große Funde in Brasilien haben den Wert dieser Steine heute etwas gemindert. Da jedoch damit zu rechnen ist, dass die brasilianischen Lagestätten bald ausgebeutet sind, wird Rosenquarz in Zukunft sicher wieder eine größere Bedeutung als Schmuckstein erlangen.

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