Sportlich werden – Vom Nichtsportler zum Sportler

Der erste Schritt fällt oft besonders schwer. Hoch von der Couch und anfangen. Aber wie wird man eigentlich zum Sportler und gibt es eine Altersgrenze?

Auf dem Wanderweg von flotten Läufern überholt zu werden, im Wald rasanten, mutigen Mountainbikern ausweichen, während man selbst müde einen Fuß vor den anderen setzt, das kann frustrieren. Also einfach Turnschuhe anziehen und loslaufen? Kann aus einem Erwachsenen ein Sportler werden, wenn der bisher keinen Draht zu schweißtreibenden Aktionen hatte? Ja, das geht. Aber es gibt einige Dinge zu beachten.

Sport und Gesundheit

Auch der moderne Mensch braucht ein hohes Maß an Bewegung. Unser Körper verträgt die einseitige Belastung, das Arbeiten im Sitzen oder im Stehen nicht ohne sportliche Betätigung. Gibt es keinen aktiven Ausgleich lassen die Folgen nicht lang auf sich warten. Ein trainierter Körper wird seltener krank, Muskeln machen ihn straff, halten ihn aufrecht und schützen vor Haltungsschäden.

Müdigkeit und Sport

Nichtsportlern fehlt oft der Antrieb. Sie bewundern andere, die nach einem langen Arbeitstag noch im Regen ihre Bahnen ziehen. Was Nichtsportler oft nicht wissen: Auch ein Sportler muss sich überwinden. Aber je öfter er trainiert, desto deutlicher signalisiert ihm der eigene Körper wie dringend nötig er die Bewegung braucht. Fällt der Sport aus, fühlt er sich nach kurzer Zeit unwohl, schlapp und unglücklich. Der Körper spricht eine deutliche Sprache: ich brauch das! Je öfter und regelmäßiger man sich also aufrafft, desto leichter wird es.

Sportanfänger im Fitnessstudio

Grundsätzlich sollte sich jeder Anfänger von einem Arzt durchchecken lassen. Unter Umständen sind Herz und Kreislauf schon soweit geschwächt, dass zunächst ein sanftes Aufbauprogramm erstellt werden muss. In diesem Fall sind Fitnessstudios mit Physiotherapeuten eine hervorragende Entscheidung. Sie erstellen in Absprache mit dem Arzt ein Programm und überwachen die Ausführung. Eine Rückfrage bei der Krankenkasse lohnt sich, denn die Kosten werden von fast allen Kassen übernommen oder bezuschusst. Fitnessstudios gibt es in allen größeren Städten ab 15 Euro im Monat aufwärts.

Wie oft sollte man Sport treiben?

Man sollte jeden zweiten Tag Sport treiben, wenn man ernsthaft etwas verbessern will. Mindestens jedoch dreimal pro Woche. Mit zweimal wöchentlichem Training gelingt es bestenfalls, den aktuellen Gesundheitszustand zu halten. Das jeweilige Sportprogramm mit Aufwärmen und Abkühlphase sollte je nach Gesundheitszustand mindestens eine Stunde betragen. Je mehr sich der Körper des werdenden Sportlers vom drohenden Verfall erholt, desto belastbarer wird er.

Altersgrenze für Sportanfänger?

Es gibt 70jährige, die anfangen zu reiten und 60jährige aus denen Läufer werden. Auch Schwimmen lernen ist für die höhere Altersklasse kein Problem mehr. In jedem Fall sollte man zuvor den Hausarzt über die neuen Pläne informieren und sich einem Gesundheitscheck unterziehen. Nicht, um sich den Sport ausreden zu lassen, sondern um die Belastungsgrenze zu kennen.

Ärztliche Betreuung für Sportanfänger

Ein großer Vorteil ist es, mit einem Arzt zusammenzuarbeiten, der selbst Sportler ist, da er nicht nur die medizinische Seite sieht, sondern auch aus Erfahrung die typischen Einsteigerprobleme kennt. Rückenschmerzen beim Reiten, Knieschmerzen beim Laufen, Nackenschmerzen beim Fitnesstraining sind typische Symptome, die durch falsches Training bei bereits vorliegenden Schwächen entstehen können. Es lohnt sich also einen Sportarzt oder einen Physiotherapeuten zu befragen.

Seniorengruppen

Eine neue Tendenz sind Seniorengruppen, die sich zusammenschließen als Untergruppe der örtlichen Sportvereine. Zusammen bieten sie mehrmals pro Woche flotte Radtouren, Tanzen, Gymnastik und Schwimmen an.

Laufen

Allen Behauptungen zum Trotz ruiniert man sich beim richtig erlernten Laufen nicht die Gelenke. Wer jedoch am Tag weniger als eine Stunde flott in Bewegung ist, der muss in den meisten Fällen tatsächlich erst wieder lernen, richtig zu laufen, um keinen Schaden zu nehmen. Der richtige Schuh ist dabei zwingend Voraussetzung.

Bei einer professionellen Laufanalyse in einem Sportgeschäft kann man den eigenen Laufstil per Video aufnehmen lassen und bekommt anschließend die eigene Lauftechnik erklärt. Das hat den Vorteil, eigene Schwachpunkte zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Nordic Walking

Nordic Walking richtig betrieben ist ein sehr gesunder Sport. Ein schneller Walker kann es leicht mit einem langsamen Läufer aufnehmen. Auch Walking sollte man sich von erfahrenen Sportlern zeigen lassen, denn die richtige Technik lässt die Pfunde purzeln und strafft den Körper durch Muskelaufbau.

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