Tipps Insulin Spritzen

Diabetesbehandlung mit Insulin: Injektionen sicher setzen . Tipps für eine sichere und schmerzarme Injektionstechnik bei bestmöglicher Insulinresorption.

Erfordert eine Therapie die regelmäßige Medikamenteneinnahme via Injektionstechnik, so ist es von besonderer Bedeutung, sich vorher genau über Techniken, Besonderheiten und mögliche Gefahren zu informieren. Manchmal können bereits kleine Handgriffe die Prozedur deutlich erleichtern, Schmerz verringern und Unannehmlichkeiten im Handling beseitigen.

Welche Bereiche des Körpers eignen sich bestmöglich für regelmäßige Injektionen?

Insulin wird grundsätzlich in das Unterhautfettgewebe gespritzt, da die Aufnahme nur dort in der richtigen Geschwindigkeit erfolgen kann. Am besten eignen sich zur Selbstinjektion Stellen an Bauch und Oberschenkel, da diese ohne unnötige Verrenkungen leicht erreichbar sind. Da die Einstichstelle nach jeder Injektion zu wechseln ist, empfiehlt es sich, nach bestimmten Mustern vorzugehen. So könnte man beispielsweise ein Spritzmuster nach der Tageszeit festlegen – beispielsweise morgens in den Bauch, mittags in den linken Oberschenkel, abends in den rechten Oberschenkel. Wer häufiger als dreimal täglich spritzen muss, hat es mit dieser Methode jedoch nicht ganz so einfach. Für solche Fälle gibt es so genannte Rotationsschablonen, welche auf Bauch oder Oberschenkel aufgelegt werden und dort im Abstand von 2-3cm fortlaufende Spritzstellen vorschlagen. Ein nummerierter Richtungspfeil gibt an, welche Stelle die nächste sein wird.

Vorbereitende Maßnahmen für Injektionen

Vor jeder anstehenden Injektion ist mit besonderer Sorgfalt auf saubere Hände zu achten. Erst unmittelbar vor der geplanten Insulingabe sollte die passende Nadel auf den Pen geschraubt werden. Dies vermeidet zum einen eventuelles Auslaufen des Insulins sowie auch die Bildung größerer Luftblasen, welche spätere Dosierungsungenauigkeiten zur Folge haben könnten. Einige Insuline kristallisieren auch sehr schnell in der Pen-Nadel. Dieser Effekt führt oft zu unliebsamen Verstopfungen und äußert sich ebenso in Dosierungsschwankungen. Um diese und ähnliche Problematiken vor der eigentlichen Insulingabe sicher ausschließen zu können, sollte eine regelmäßige Funktionskontrolle der eigentlichen Injektion immer vorausgehen. Hierfür hält man den Pen senkrecht nach oben und spritzt zwei bis drei Einheiten Insulin ab.

Welche Injektionstechnik ist die richtige und was gibt es zu beachten?

In welchem Winkel sollte die Injektion erfolgen? Und ist es wirklich notwendig, in eine Hautfalte zu spritzen? Bei diesen Fragen gehen die Meinungen immer wieder auseinander. Denn es ist nicht ganz abzuweisen, dass die richtige Spritztechnik auch ein wenig vom Körperbau des Patienten abhängig ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Injektionswinkel 90° beträgt, der Pen also senkrecht angesetzt wird. Sehr schlanke Menschen mit niedrigem Körperfettanteil versuchen es hier jedoch gern mit einem anderen Winkel, um nicht ungewollt zu tief zu stechen. Bei dieser Problematik hilft ganz deutlich die Bildung einer möglichst breiten Hautfalte, da diese das Risiko einer zu tiefen Injektion reduziert. Außerdem kommt es natürlich auf die richtige Nadellänge an. Je nach Körperbau des Patienten sollte durch Arzt, Berater oder Apotheker ganz spezifisch die richtige Nadellänge ausgewählt werden.

Um eine Injektion korrekt durchzuführen, ist es erforderlich, die Nadel noch etwa 10 Sekunden nach der eigentlichen Insulinabgabe in der Haut zu lassen. Auch die gebildete Hautfalte wird erst nach dieser Verzögerungszeit gelöst. Nach der Insulingabe sollte die Nadel sofort abgeschraubt und entsorgt werden, da diese nicht für mehrmalige Verwendungszwecke geeignet ist.

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