Übergewicht: Wie funktioniert erfolgreiches Abnehmen?

Lang gesund zu bleiben ist ein weit verbreiteter Wunsch. Für Übergewichtige ist erfolgreiches Abnehmen die einzige Methode, um dieses Ziel zu erreichen.

Viele Menschen auf dem ganzen Erdball sind zu dick. Und die Tendenz geht weiter steil nach oben. Dass Übergewicht die körperliche Leistungsfähigkeit einschränkt, ist offensichtlich. Doch neben direkt im Zusammenhang mit zu viel Körpermasse auftretenden Problemen wie Kurzatmigkeit, zunehmender Schweißabsonderung sowie Rücken- und Gelenkschmerzen sind auch und vor allem langfristige gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen, Arthrose und sogar einige Krebsarten zu beobachten. Mentale Schwierigkeiten durch ein nachlassendes Attraktivitätsempfinden sind nur eine weitere Begleiterscheinung. Daher ist es wichtig, das Gewicht bis auf ein Normalmaß zu reduzieren. Doch was ist dabei zu beachten, sind medikamentöse Methoden oder unterstützende Präparate zu empfehlen?

Übergewicht als Phänomen des Fortschritts

Dass in der heutigen Zeit das Problem der Gewichtszunahme deutlich weit verbreiteter als bei unseren Vorfahren ist, liegt schlicht an der Zeit, in der wir uns befinden. Während – um ein anschauliches Beispiel zu liefern – die Menschheit noch vor wenigen hundert Jahren der Nahrung hinterher jagen musste, ist es heute um ein Vielfaches einfacher: Ins Auto steigen, zum Supermarkt fahren – Kühlschrank voll. Mit dieser simplen „Formel“ lässt sich das Verhalten beschreiben. Das Nahrungsangebot ist überwältigend groß. Die Technisierung des Alltags macht körperliche Bewegung immer überflüssiger. Neben den Regionen der Welt, die erwartungsgemäß beim Körpergewicht weit vorne liegen, z.B. Nord- und Mitteleuropa (Deutschland, Großbritannien, Finnland), den USA (samt Alaska) und Australien, sind mittlerweile auch Argentinien, Chile, Bolivien, Kolumbien und Venezuela auf dem südamerikanischen Kontinent sowie die Mongolei in Asien von einem übergewichtigen Bevölkerungsanteil von mindestens 75 % betroffen. Nur im größten Teil Afrikas sowie in Japan, Indien und Teilen Südostasiens bleibt die normalgewichtige Fraktion leicht in der Mehrheit. Der eindeutige Trend ist hierdurch klar erkennbar. Umso wichtiger ist es für jeden einzelnen Betroffenen, sein Gewicht auf ein der Gesundheit förderliches Maß zu senken und es zu halten.

Was bringen Medikamente im „Kampf gegen das Übergewicht“?

Teil des Bewusstseins der heutigen Gesellschaft ist es offensichtlich, möglichst bequem ans Ziel zu gelangen. Dies machen sich die Pharmaproduzenten zunutze. Zahlreiche Schlankmacher versprechen schnelle und recht große Gewichtsverluste, indem sie den menschlichen Körper überlisten und ein Hungergefühl unterdrücken. Dass dies jedoch keine dauerhafte Methode zur Gewichtsreduzierung sein kann, liegt auf der Hand, wenn man sich die Funktionsweise des Organismus vor Augen führt: Er verfügt über die Fähigkeit, sich Fettdepots anzulegen, um in Zeiten eines defizitären Nahrungsangebots auf Reserven zur Versorgung zurück greifen zu können. Ist also eine „Behandlung“ mit einem dieser „Wundermittel“ abgeschlossen, ist eine sofortige Gewichtszunahme voraussagbar. Denn die betroffene Person nimmt das vorige Essverhalten an. Der Körper, durch die verminderte Nahrungsaufnahme in der „Diätphase“ in eine Art Alarmbereitschaft versetzt, speichert in verstärktem Maß die zugeführte Energie – in Fett. Ein nachhaltiger Erfolg beim Abnehmen ist so nicht möglich.

Wie funktioniert erfolgreiches Abnehmen?

Um dauerhaft sein Gewicht zu reduzieren, bedarf es nur einer „Handlungsanweisung“: Mehr Energie zu verbrauchen als aufzunehmen. Dies gelingt nur mit der Kombination einer Änderung des Essverhaltens und sportlicher Betätigung. Zunächst sollte auf fettreiche Nahrung verzichtet werden. Oft gibt es Alternativen, die von der „Energiebilanz“ her deutlich sinnvoller sind. Dabei ist das Trinken mit einzubeziehen. Dies wird häufig vernachlässigt.

Sport ist der zweite Teil des erfolgreichen und gesunden Abnehmenprogramms. Bei stark übergewichtigen Personen stellt sich dieser Faktor zwar vor allem zu Beginn als schwierig dar, doch auch hier sei auf den Funktionalismus des menschlichen Organismus verwiesen. Erhält der Körper durch die Änderung der Essgewohnheiten weniger Energie als zuvor, versucht er dieses Defizit auszugleichen, indem er an gewissen Stellen Kalorien einspart. Ohne Sport wird diese Tatsache zum Problem, da die nicht erfolgende Betätigung der Muskeln dazu führt, dass eben durch Muskelabbau die „fehlende“ Energie verfügbar gemacht wird. Durch Sport wird also Muskelathrophie vermieden. Aufgrund der Vielfalt von möglichen sportlichen Aktivitäten ist für jeden etwas Passendes zu finden, das nicht nur Spaß macht, sondern zudem auch für stark übergewichtige Menschen machbar ist und die Gelenke nicht zu stark beansprucht, z.B. Schwimmen. Auch (Nordic-)Walking bietet sich an. Weiterer wichtiger Aspekt der ausreichenden körperlichen Bewegung: Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, auf der mentalen Seite hilft Sport bei der Stressbewältigung.

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