Ursachen und Behandlung von Nasenbluten

Wie kann man nasenbluten bekommen? Meist harmloses Nasenschleimhautbluten, oft aber auch Warnsignal. Gelegentliches Nasenbluten (Epistaxis) ist in den meisten Fällen harmlos. Nasenbluten kann aber in manchen Fällen auch ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein.

Jeder hat gelegentlich Nasenbluten. Meist ist diese Blutung nur kurz und in den meisten Fällen harmlos. Dennoch empfiehlt es sich, die Ursachen für die fast immer plötzlich auftretende Epistaxis abzuklären, um mögliche schwerwiegende Erkrankungen, die für die Blutung ursächlich sein könnten, ausschließen zu können. In seltenen Fällen kann Nasenbluten sogar lebensbedrohlich sein.

Viele Ursachen für harmloses Nasenbluten

In der Regel blutet die Nase, wenn es zu kleinen Einrissen in der empfindlichen Nasenschleimhaut kommt. Durch intensives Nasenbohren oder auch durch starkes Niesen können die Blutgefäße der Nasenschleimhaut oder der Nasenscheidenwand leicht beschädigt werden: Es kommt zur Blutung. So schnell wie sie entstanden sind, verkleben beziehungsweise verheilen diese Einrisse auch wieder. Meist ist die Blutung nach wenigen Minuten vorbei. Allerdings müssen Menschen, die Blut verdünnende oder Gerinnung hemmende Mittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) zu sich nehmen, damit rechnen, dass die Epistaxis bei ihnen länger und ausgeprägter anhält.

Typische Auslöser für Epistaxis sind Schläge oder Stöße auf die Nase. Klassisch sind die Murmel oder der Lolli-Stiel, die sich Kleinkinder in die Nase stecken und die die Nasenschleimhaut verletzen. Auslösend können auch sehr trockene Luft oder chemische Dämpfe wirken.

Nasenbluten und ernsthafte Erkrankungen

Epistaxis kann ein Teil eines ernsthaften Krankheitsbildes sein. So bekommen Patienten, die an Polypen, Steinen oder Tumoren im Nasenbereich leiden oder deren Nasenhöhle entzündet ist, regelmäßig Nasenbluten.

Blutaustritt aus der Nase kann auch ein Symptom für schwerwiegende innere Verletzungen oder bestimmte Gefäßkrankheiten sein. Epistaxis geht oft mit Viruserkrankungen, Vitaminmangel, Bluthochdruck oder -armut einher, ist eine Nebenerscheinung bei Bluterkrankheiten und Arteriosklerose sowie bei Leukämie-Patienten häufig zu beobachten.

Schnelle Hilfe zur Blutstillung

In den meisten Fällen kann man Nasenbluten mit einfachen Hausmitteln begegnen:

  • Hilfreich ist es, in sitzender Stellung den Kopf nach vorne zu beugen. So kann das Blut schnell abfließen. Beim nicht zu empfehlenden Kopf-in-den-Nacken-Legen wird das Blut verschluckt und man kann nicht das Ausmaß der Blutung erkennen.
  • In den Nacken gelegte Eisbeutel oder kaltfeuchte Tücher wirken blutstillend. Die Blutstillung kann ferner durch kurzzeitiges Zusammendrücken der Nasenflügel unterstützt werden.
  • Ein kaltes Fußbad kann ebenfalls unterstützend wirken.
  • Einige Betroffene schwören auf die Tipps, sich eine aufgeschnittene Zwiebelhälfte unter die Nase zu halten oder bei Blutungen aus der rechtem Nasenloch den linken Arm, bei Blut aus dem linken Nasenloch den rechten Arm senkrecht in die Höhe zu strecken.

Blutung ist nicht zu stoppen : Zum Arzt oder ins Krankenhaus!

Bei den schweren mit Epistaxis verbundenen Krankheiten oder bei nicht zu stoppenden Blutungen zum Beispiel bei Verletzung von Arterien muss man den Arzt aufsuchen, der die Blutung durch spezielle Tamponaden oder unter Umständen durch Laser-Behandlung und Gefäßunterbindung behandeln kann.

Für Japaner ist Nasenbluten etwas Besonderes

Für die meisten Völker ist Nasenbluten eben nur Nasenbluten. In Japan dagegen hält sich hartnäckig die Volksüberlieferung, dass Nasenbluten ein Zeichen von dumpfer Lüsternheit sei. Deshalb wird in bestimmten japanischen Filmen und in Manga-Comics oft und ausgiebig aus der Nase geblutet.

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