Vegetarische Hauptgerichte mit Kohl – Drei Festessen ohne Fleisch – einfach und lecker

Weihnachten ohne Tierleid: Falsche Ente mit Bratapfel, Rotkohlpastete mit Maronen oder Kohlrouladen sind leckere Alternativen zum Festtagsbraten.

Etwas Besonderes und zudem noch preiswert sind diese typischen Festtagsgerichte, die ganz ohne tierische Produkte auskommen. Seitan-Ente mit Bratapfel, Rotkraut und Klößen, Maronen-Rotkohl-Pastete oder Kohlrouladen, gefüllt mit Mandelfleisch, schmecken nicht nur Vegetariern, auch Fleischesser können Sie damit überzeugen. Alles lässt sich gut vorbereiten, sodass am Festtag selbst nicht mehr viel Arbeit anfällt.

Seitan-Ente mit Rotkohl, Bratapfel und Kartoffelknödeln

Zutaten für 4 Personen:

2 Pakete (ca. 800 Gramm) Seitan (Weizeneiweiß), 1 Glas Rotwein,1 Glas Orangensaft, 1 Stückchen frischer Ingwer, etwas Sojasoße, 1 Packung Soja-Sahne, Gewürze: Thymian, Majoran, Pfeffer, Salz, Pflanzenöl, 4 Äpfel, einige Walnüsse und Rosinen, 1 Paket tiefgefrorenes Rotkraut (oder Dose/Glas), 1 Packung Kartoffelklöße

Zubereitung:

  • Am Vortag: Die beiden Seitanstücke in zwei bis drei dicke Scheiben schneiden und in einem Sud aus Rotwein, Orangensaft, Sojasoße, zerkleinertem Ingwer, Salz und Pfeffer marinieren.
  • Am nächsten Tag die Seitan-Stücke herausnehmen, trockentupfen und in einer Pfanne im Öl von allen Seiten knusprig anbraten, nachwürzen, herausnehmen und warmstellen. Den Sud in dieselbe Pfanne geben und damit den Bratensatz lösen. Soja-Sahne zufügen, etwas einkochen lassen und abschmecken. Die Soße kann mit Soßenbinder oder einem TL angerührtem Maizena gebunden werden.
  • Bratäpfel: Das Kerngehäuse der Äpfel ausstechen, Hohlraum mit Nüssen und Rosinen füllen, im Backofen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ca. 15-20 Minuten braten.
  • Währenddessen die Kartoffelklöße zubereiten und das Rotkraut erhitzen. Später setzt man die Äpfel auf das Kraut und serviert dazu den Braten mit den Klößen und der Soße.

Wenn sie das Abenteuer reizt, könne Sie den Seitan auch selbst herstellen.

Maronen-Rotkohl-Pastete

Zutaten für 4 Personen:

8 Platten fertigen Filateig, 1 Paket Tiefkühl-Rotkohl, 1 Paket gekochte Maronen, 1-2 Äpfel, 1 Zwiebel, fein gehackt, Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Pflanzenöl

Zubereitung der Pastete:

  • Bereiten Sie den Rotkohl nach Packungsanweisung zu. Inzwischen zerteilen Sie Maronen und Äpfel in etwa gleich große Stücke uns rösten Sie sie in einer Pfanne in Öl leicht an. In einer anderen Pfanne werden die fein geschnittenen Zwiebeln in etwas Öl angeröstet. Rotkohl, Maronen und Äpfel zugeben, öfter umrühren und zum Schluss alle Flüssigkeit verdampfen lassen. Die Mischung mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
  • Den Filateig ausbreiten, mit Öl bestreichen, dann jeweils 2 Teilplatten übereinander legen. Je eine Portion der Rotkrautfüllung in die Mitte geben, von allen Seiten einschlagen und die Pasteten mit Öl bestreichen.
  • Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 Minuten backen.

Als Beilage schmeckt ein frischer grüner Salat (zum Beispiel Feldsalat, Eichblatt, Ruccola:) Mit etwas Mais aus der Dose oder blättrig geschnittenen Champignons mischen und mit Joghurt-Dressing anmachen.

Natürlich können Sie den Rotkohl auch selbst zubereiten, das ist etwas aufwendiger und dauert länger.

Kohlrouladen mit Mandelfleisch

Die Menge der Zutaten richtet sich hier nach der Anzahl der Personen:

1 Kopf Wirsing oder Weißkohl, Weißwein, Gemüsebrühe

Für die Füllung: Jeweils die gleiche Menge Mandelblättchen, Vollkornbrot, geriebener Käse, 1 Zwiebel, etwas Sojasoße

Man kann – je nach Geschmack – auch gemischte Kräuter, eingeweichte zerkleinerte Trockenpilze, Rosinen oder Tomatenmark zufügen, das muss aber nicht sein.

Vorbereitung des Kohls:

  • Lösen Sie pro Roulade zwei große Blätter vom Kohlkopf ab. Diese werden in kochendem Salzwasser kurz blanchiert, damit sie weich werden. Herausnehmen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Den Rest des Kohlkopfs können Sie später für eine Suppe verwenden.

Zubereitung der Füllung:

  • Mischen Sie zu gleichen Teilen Mandelblättchen, zerbröckeltes Vollkornbrot, geriebenen Käse und die fein gehackte Zwiebel. Wer das mag, fügt Kräuter, Pilze oder Rosinen hinzu. Die Masse zusammen mit etwas Sojasoße pürieren. Das geht im Mixer oder, vor allem bei kleinen Mengen, auch gut mithilfe einer Gabel. Zum Schluss eventuell nachwürzen.

Fertigstellung der Rouladen:

  • Die abgetropften Kohlblätter auf einem Küchentuch (je zwei überlappend) auslegen, dicke Rippen mit einem scharfen Messer flach schneiden und jeweils eine Portion der Füllung auf ein Blatt geben. Packen Sie nun Päckchen, indem sie die Seiten fest um die Füllung schlagen und das Blatt aufwickeln. Mit Küchengarn fixieren.
  • Margarine oder Pflanzenöl in einem weiten Topf erhitzen und die Päckchen hineinsetzen, öfter wenden. Wenn sie angebraten sind, mit Gemüsebrühe und/oder Wein ablöschen und auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten garen. Rouladen herausnehmen.
  • Die Soße entsteht, wenn man die restliche Flüssigkeit mit Wein oder Gemüsebrühe aufkocht und die Sojasahne zufügt. Zum Verdicken etwas Tomatenmark oder in Wasser gelöstes Maizena einrühren und abschmecken. Die Rouladen wieder in den Topf geben und bis zum Servieren in der Soße warm halten.

Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei oder Reis.

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