Wandern in Tirol, Region Innsbruck

Bergwandern Axamer Lizum – Hochtennbodensteig – Birgitzköpflhaus. Die Rundwanderung Axamer Lizum – Hoadlsattel – Birgitzköpflhaus mit Auf- und Abfahrtsmöglichkeit, Nockspitze (Saile) und Serles aus einem anderen Blickwinkel erleben.

Von der Autobahnausfahrt Innsbruck West, vom Osten her kommend, oder der Autobahnausfahrt Zirl Ost, vom Westen oder Norden her anreisend, treffen sich die Straßen in Axams zu einer gut ausgebauten Straße in die Axamer Lizum. Diese ist ein Wintersportgebiet westlich von Innsbruck. So stehen auch für den Wanderer Lifte und Bahnen alternativ zum Auf- oder Abstieg bereit – angepasst an seine Kondition. Die Tour beginnt am Parkplatz der Axamer Lizum auf 1.564 Metern Höhe. Hier stehen nur vereinzelt die Autos der Wanderer außerhalb der Wintersaison auf dem übergroßen Platz. So ist diese Wanderung eine sehr stille, aber um so genussreichere Rundtour.

Aufstieg zum Hoadlsattel und die Variante Hoadlbahn

Am Ende des Parkplatzes – am Lizumer Hof vorbei – beginnt der Aufstieg über die Lizumer Grube zum Hoadlsattel. Wem 700 Meter Höhendifferenz auf dem teilweise von Alpenrosen umsäumten Weg zu anstrengend sind, den bringt die zum Wanderweg parallel fahrende Bahn zum Hoadl Gipfelhaus auf 2.340 Meter hoch. Anschließend stößt man auf dem kurzen Weg zum Hoadlsattel auf den von der Lizum kommenden Wanderweg.

Zum Widdersbergsattel

Vom Hoadlsattel aus sieht man im gegenüberliegenden Tal zur Adolf Pichler Hütte. Die Wanderweg steigt nun an bis 2.325 Meter – dem höchsten Punkt der Wanderung. Hier ist eine Abzweigung nach rechts zur genannten Hütte und wenige Meter weiter ein Einstieg zum Klettersteig. Dieser erreicht auf der Marchreisenspitze 2.620 Meter Höhe, bevor er sich beim Halsl wieder mit der empfohlenen Wanderroute trifft. Diese Variante – über den „lustige Bergler Steig“ – wird hier nur der Vollständigkeit halber für Kletterer und Bergsteiger mit entsprechender Erfahrung genannt.

Auf etwa gleicher Höhe führt der links abzweigende Wandersteig – genannt Hochtennbodensteig – weiter. Der Bergwanderer freut sich, die prächtige, an Südtiroler Landschaften erinnernde Bergkette vom Wandersteig aus bewundern zu können. Dafür bieten sich schon ab dem Widdersbergsattel Rastplätze an – mit Aussicht auf die Bergkette mit Hochtennspitze, Malgrubenspitze, Marchreisenspitze und Ampferstein.

Am Hochtennbodensteig zur Schneiderspitze

Die Wanderung über das Ries des Lizumer Kars ist gut zu gehen und sorgt für Abwechslung. Man wandert dann bequem am Ende des Kars weiter über Wiesen. Hier sieht man das Gipfelkreuz der Schneider Spitze nur wenige Minuten vom Wanderpfad entfernt. So empfiehlt sich, diesen 2.156 Meter hohen Aussichtspunkt anzusteuern – zumal die Wiese bis zum Gipfelkreuz nur sanft ansteigt. Dabei gibt der Rückblick auf den erlebten Hochtennbodensteig ein imposantes Motiv für ein Erinnerungsfoto (Bild 1 und Bild 2). Dann belohnt den Wanderer der Blick nach vorne auf die Innsbrucker Nordkette (Bild 3).

Über das Halsl zur Birgitzköpflhaus

Jetzt geht es wieder etwas abwärts, bis man bei knapp unter 2.000 Metern das Halsl erreicht: Ein Übergang von der Axamer Lizum ins bekannte Stubaital. Hier muss man die Aussicht auf die – schon vom Inntal her weithin sichtbare Serles – genießen. Es fasziniert hier die Nähe zu diesem Berg und der andere Blickwinkel. (Bild 4). Jetzt aber heißt es zum letzten Mal der Tour wieder an Höhe zu gewinnen. Aber es sind nur etwa 40 Meter, die das nächste Ziel, das Birgitzköpflhaus auf 2.035 Meter, einem abverlangt. Dort angekommen bietet sich eine herrliche Sicht auf die Bergkette, das Gipfelkreuz der Schneiderspitze und ein Teil der Wanderstrecke (Bild 5).

Varianten für den Abstieg: Empfehlenswert der Weg über die Birgitzer Alm

Wer wenig Lust verspürt, nach der Wanderung noch abzusteigen, kann mit dem Sessellift bis zum Parkplatz fahren. Hier sollte man sich aber vor dem Beginn der Tour an der Talstation die Betriebsdauer ansehen.

Hat man sich hier ausgeruht ist jedoch der Abstieg auf dem angenehmen Wanderweg über die Birgitzer Alm (1.808 Meter Höhe) zum Parkplatz dem direkten Abstieg vorzuziehen. Der gemütliche Wanderweg bis zum Parkplatz zeigt nochmals zum Abschied und vom Wald umrandet, die Marchreisenspitze.

Daten für die gesamte Wanderstrecke

  • Gesamtlänge = 13,5 Kilometer
  • Höhendifferenz = 975 Meter
  • Reine Gehzeit = sechs Stunden
  • Empfohlene Gesamtzeit = neun Stunden
  • Die angeführten Zeiten sind bequem einzuhalten auch für 50+ Wanderer.

Empfehlenswerte Tour von der Axamer Lizum

Wer die Rundtour noch erweitern oder eine weitere Wanderung in diesem Ausflugsgebiet erleben will, findet mit der Tourenbeschreibung auf die Nockspitze (Saile) eine hervorragende und verständliche Beschreibung dieser Wanderung beziehungsweise Erweiterung. Verbunden mit den – in beiden Artikeln beschriebenen Varianten – gibt es eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, entsprechend der Kondition des Wanderers.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.