Was ist Propolis? – ein natürliches Antibiotikum im Bienenstock

Die Wirkung von Propolis als natürliches Antibiotikum gegen Bakterien und Pilze führt zur breiten Palette seiner Anwendung. Bienen und Menschen nutzen es.

Propolis ist ein natürliches Antibiotikum aus dem Bienenstock, welches die Vermehrung von Bakterien und Viren unterbindet und auch gegen Pilze wirkt. Es regt ebenfalls das Immunsystem des Menschen an und kann so für vielfältige Heilzwecke verwendet werden. Der Name Propolis stammt von den Griechen und bedeutet sinngemäß: Verteidigungssystem der Stadt.Es wird auch als Bienenkittharz oder einfach Kittharz bezeichnet.

Wirkung von Propolis im Bienenstock

In einem komplexen Bienenstock leben ca. 50 000 bis 60 000 Bienen als Volk zusammen. Davon hat jede Biene im Stock weniger als 1 cm² Platz für sich. Wenn auch nur eine Biene krank wird, hat sie also in Windeseile das ganze Volk angesteckt. Um dies zu verhindern, haben die Bienen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte von den Bäumen gelernt. Bäume schützen sich vor Infektionen mit Baumharz. Es verschließt Wunden und fördert die Heilung. Dieses Harz sammeln die Bienen, reichern es mit eigenen Fermenten an und kleiden damit Ihren ganzen Bau aus. Alle Ritzen und Rillen werden mit diesem sogenannten Bienenkittharz verkittet. Am Eingang des Stocks bauen die Bienen eine Art Fußmatte. Jede Biene muss vor Eintritt in den Stock über diese desinfizierende Matte. Auch in das Wachs der Waben werden geringe Mengen Propolis mit eingearbeitet. Das Gesundheitssystem im Bienenstock ist also Propolis. Es besteht aus bestimmten Baumharzen einheimischer Bäume, meist von den Knospen dieser Bäume.

Anwendung von Bienenkittharz beim Menschen

Schon Aristoteles (384 vor Christus bis 322 vor Christus) schrieb, dass man Propolis bei Hautkrankheiten, Wunden und Eiterungen verwenden kann. Es hilft vorbeugend gegen Grippe und Schnupfen, bei Entzündungen des Hals-Nasen- und Magen-Darmtraktes, bei Angina, bei offenen Stellen im Mund, am Zahnfleisch und an den Lippen, bei Fieberblasen, bei Hautpilzen, bei der Behandlung kleinerer Wunden und bei Schleimbeutelentzündungen. Auch bei der Behandlung von Arthrosen kann Propolis zumindest die Schmerzen lindern helfen. Ebenso wird es eingesetzt bei Akne, Hämorrhoiden und bestimmten Ekzemen.

Propolistropfen können Sie auf ein kleines Stückchen Brot geben und dieses so einnehmen. Beim Auftragen von Propoliscreme oder Salbe seien Sie vorsichtig mit Ihrer Kleidung. Braune Flecken von Propolis lassen sich nicht auswaschen. Sie sind sehr hartnäckig.

In jedem Fall, sollte man aber bei stärkeren Beschwerden auf den Arzt nicht verzichten. Vor der Anwendung von Propolis testen Sie vorsichtig, ob bei Ihnen evtl. eine allergische Reaktion vorliegt. Propolis ist für wenige Menschen ein starkes Allergikum.

Propolistinktur, Salbe, Tropfen – es gibt viele Produkte

Propolis wird verwendet als Tinktur in einer alkoholischen Lösung oder als Creme beziehungsweise Salbe. In vielen Kosmetika wird Propolis eingesetzt, z.B. in Lippenbalsam mit Propolis, in Haarshampoo bzw. in Propolisbalsam. Auch Bonbons mit Propolis können bei Heiserkeit und Halsschmerzen helfen.

Da der Imker seinen Bienen nicht vorschreiben kann, von welchen Bäumen sie das Baumharz sammeln, kann er nie von verschiedenen Stöcken identisches Propolis ernten. Für medizinische Zwecke erwartet die Pharmazie aber große Mengen an identischen Rohstoffen. Propolis wird daher in Deutschland nicht in der Medizin, sondern nur in kosmetischen Produkten verwendet.

Wer oft an entzündetem Zahnfleisch leidet, sollte sich ein Propolisspray oder eine Zahncreme mit Propolis besorgen. Im Internet gibt es mehrere Online-Shops für solche Produkte. Oder Sie fragen einfach einen Imker aus Ihrer Nähe.

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