Wechsel zu Ökostrom – so geht’s am billigsten

Wer denkt nicht ab und zu mal darüber nach, den Stromanbieter-Vergleich zu machen und vielleicht zu Ökostrom zu wechseln. Nicht nur der Umwelt zuliebe wäre diese Entscheidung der richtige Weg, sondern erst recht, um seinen kleinen eigenen Beitrag für den Atomausstieg zu leisten. Doch meist scheinen die Hürden für diesen Weg zu hoch. Man sieht einen vorher nicht einschätzbaren Papierkrieg vor sich und nimmt lieber den örtlichen Anbieter den man schon seit Jahren hat. Dass es möglich ist, innerhalb von zwei bis drei Stunden einen Anbieter zu finden und einen Vertrag abzuschließen, ohne einen Anruf gemacht, einen Brief geschrieben, oder bei seinem örtlichen Anbieter eine Audienz wahrgenommen zu haben und zum Schluss selbst mit 100 Prozent Ökostrom im kommenden Jahr meist noch zu sparen, soll hier kurz gezeigt werden.

Der Stromanbieter-Vergleich mit Verivox, Check 24 & Co.

Mit einem einfachen Internetanschluss ist das alles leicht möglich. Den im deutschsprachigen Web gibt es einige Dienstleister wie Verivox, Check 24, Tarifvergleich und andere, die sich auf Tarifvergleiche unter anderem von Strom spezialisiert haben. Diese Dienstleistung ist kostenlos, denn diese Websites verdienen ihr Geld durch die Vermittlung von Kunden an die jeweiligen Stromanbieter, für die sie eine Provision erhalten. Da es den einen Tarif, der für alle gleichermaßen billig ist, nicht gibt und je nach Verbrauch oder bevorzugter Zahlungsweise sich ein anderer Anbieter am preiswertesten präsentiert, profitieren alle Stromfirmen von diesem Stromanbieter-Vergleich. Zumal die Vermittlung über solche Dienstleister für die Stromanbieter auch wesentlich niedrigere Vertriebskosten mit sich bringt, was sich auch für den Kunden in diversen Boni niederschlägt.

Der Wechsel zum Ökostrom durch Stromanbieter-Vergleich

Die genannten Dienstleister funktionieren nach fast gleichem Muster. Die grundlegenden Daten zur Berechnung des gewünschten Tarifs bestehen lediglich aus der Postleitzahl und dem voraussichtlichen Stromverbrauch. Über die Postleitzahl wird der örtliche Anbieter mit seinen Tarifen ermittelt, um die jeweilige Differenz zu den Angeboten anzuzeigen. Als Stromverbrauch sollte man den Wert angeben, den man die letzten Jahre verbraucht hat. Dabei vermeidet man es am besten, einen Durchschnitt anzugeben, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, das man am Ende des Jahres doch mehr verbraucht hat und eine Nachzahlung zu leisten hat. Um ein Beispiel anzugeben: für eine vierköpfige Familie sollte man ungefähr 4500 Kilowattstunden rechnen. Als nächstes hat man die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angebotsvariationen zu wählen.

Bei Vorauszahlung billiger

1. Man sollte sich darüber im Klaren sein, ob man bereit ist, seine Stromrechnung im voraus zu bezahlen. Nutzt man diese Option, hat man den Vorteil, wesentlich weniger zu bezahlen. Die Stromanbieter verrechnen beim im voraus gezahlten Geld den Gewinn am Kapitalmarkt über das Jahr. Dieser kann sich durchaus für den Kunden lohnen, da die Firmen viel mehr Kapazitäten haben, um genau dieses Geld zu mehren.

2. Mit der Option Tarife mit Kaution anzeigen legt man fest, ob man bereit ist, zu Vertragsbeginn einen einmaligen Abschlag zu zahlen, welcher einen am Ende des Vertrages ohne Verzinsung wieder erstattet wird. Dabei handelt es sich natürlich auch um Geld, welchem man nach Vertragsende gegebenenfalls hinterherlaufen muss.

Attraktiven Neukundenbonus mitnehmen

3. Mit dem nächsten gesetzten Haken kann man sich den einmalig gewährten Neukundenbonus in die Gesamtrechnung einrechnen lassen oder nicht. Viele Stromfirmen bieten solche Neukundenboni in Form von Geld und freien Kilowattstunden. Diese Boni setzten sich meist aus mehreren Teilen zusammen, zum Beispiel kann man einen Bonus auf die Belieferung mit Ökostrom, einen nicht zu verachtenden Bonus als Neukunde, einen als Rabatt auf die ersten zwölf Vertragsmonate und einen in Form der Kilowattstunden bekommen.

Nachhaltig in Ökostrom investieren

4. Des Weiteren ist es auch möglich, sich nur Ökotarife anzeigen zu lassen, wobei man bei einigen Anbietern noch zwischen Basisökostrom und nachhaltigem Ökostrom unterscheiden kann. Entscheidet man sich für den nachhaltigen Ökostrom, investiert man damit in den Aufbau neuer Ökostromanlagen. Beim Basisökostrom kann es sich um Strom aus alten, bereits abgeschriebenen Wasserkraftanlagen handeln.

5. Mit einem Häkchen bei Tarife nur mit Preisgarantie oder Preisfixierung bestimmt man, wie kostenfest die Kilowattstunde über das Jahr sein soll. Dabei umfasst die Preisgarantie alle Aspekte des Strompreises außer der Mehrwertsteuer. Bei der Preisfixierung können darüber hinaus auch noch andere Steuern und Abgaben den Preis bestimmen. Setzt man das Häkchen an dieser Stelle allerdings nicht und entscheidet sich für einen Tarif ohne Preiskontrolle, ist man völlig der Willkür des Anbieters ausgesetzt und nicht nur den Gesamtrahmenbedingungen.

6. In diversen Zusatzeinstellungen kann man dann die gewünschte Vertragslaufzeit, die Länge der Kündigungsfrist und/oder die anteilige Berechnung der Nebenzeit, also ob man zum Beispiel des Nachtens viel Strom verbraucht, angeben.

Kein Ärger mit dem Stromwechsel beim Stromanbieter-Vergleich

Hat man alles eingestellt und die Suche aktiviert, so sieht man die Angebote auch just aufgelistet:

  • Die Höhe des Gesamtbetrages über die gewünschte Vertragslaufzeit.
  • Die Differenz zum örtlichen Anbieter, die in den meisten Fällen für den Kunden günstiger ausfällt.
  • Den Anbieter selbst und die Konditionen samt Boni.

Hat man sich für einen Anbieter entschieden, kann man über den benutzten Stromvergleicher einen Vertrag schließen oder sich ein PDF samt AGB des Anbieters herunterladen, welches schon die entsprechenden Teile, wie Postleitzahl, Name und örtlichen Anbieter vorgefertigt enthält. Um die fehlenden Angaben ergänzt, schickt man es zum gewählten Anbieter. Dieser kümmert sich zusätzlich um alle Formalitäten bezüglich der Kündigung beim alten Anbieter, so dass einem reibungslosen Wechsel nichts im Wege steht. Vor einer Versorgungslücke sollte man dabei keine Angst haben, da die Versorger verpflichtet sind, den Wechsel für den Kunden nahtlos zu halten.

Ist man erst einmal auf den Geschmack gekommen, ist es ein leichtes, jedes Jahr den Anbieter zu wechseln und dabei die attraktiven Neukundenboni mitzunehmen, denn diese verfallen nach dem ersten Jahr und aus einem überraschend günstigen Tarif wird auf einmal eine teure Investition. Macht man aber alles richtig, ist man komplett auf Ökostrom umgestiegen und zahlt dabei auch noch weniger als beim örtlichen Anbieter für einen Strommix.

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