Welcher Kampfsport ist der beste für mich?

Es gibt unzählige Kampfsportarten und Kampfkünste. Wer sich dafür begeistert und selbst beginnen möchte, hat die Qual der Wahl. Welcher Kampfsport ist für wen der beste?

Kampfkunst fasziniert. Was Jackie Chan, Jean-Claude van Damme oder Tony Jaa in ihren Filmen zeigen, möchten man auch können. Körperbeherrschung, blitzschnelle Schlag- und Tritttechniken und die Fähigkeit, auf jeden Angriff sofort überlegen zu reagieren beeindrucken nicht nur Jugendliche.

Wer selbst mit Martial Arts beginnen möchte, steht zunächst vor einer großen und unübersichtlichen Auswahl von Richtungen und Stilen. Sie haben vieles gemeinsam, doch existieren auch gravierende Unterschiede. Um sich für einen Kampfsport zu entscheiden, sollte man zunächst überlegen, was man sich davon erhofft und was einem am meisten Spaß machen könnte.

Die Techniken der Kampfsportarten und Kampfkünste

Grundlegend gibt es drei Arten von Techniken, die in verschiedenen Kampfsportarten auf unterschiedlichste Weise angewandt, ausgeführt und kombiniert werden: Schlag- und Stoßtechniken, Wurftechniken, Hebeltechniken und Bodentechniken. Hinzu kommen verschiedene Arten von Kampfkünsten, die Waffen verwenden. Wie die Techniken bezeichnet werden, wie man sie ausführt, welche Trainingsmethoden man anwendet und welche Unterarten es gibt, ist in den meisten Kampfstilen sehr verschieden. Die meisten konzentrieren sich mehr oder weniger auf eine bestimmte Gruppe von Techniken, die bis zur Perfektion trainiert werden.

Wofür man sich am ehesten begeistern kann, hilft bei der Entscheidung für die eine oder andere Kampfkunst. Wer gerne im Stand bleibt und saubere Schläge und Tritte lernen möchte, sollte Kickboxen, Taekwondo, Wing-Tsun oder eine der Karatearten, von denen das Shotokan am weitesten verbreitet ist, in die engere Wahl ziehen. Wer es interessanter findet, die Kraft des Gegners in Würfen weiterzuführen, sollte beim Judo vorbeischauen. Und wer schon immer Ringen oder Bodenkampf mochte, könnte sich für Grappling oder Luta Livre begeistern.

Kampfsportarten wie Ju-Jutsu oder Jiu-Jitsu verbinden viele Arten von Techniken und versuchen besonders effektive Wege der Selbstverteidigung zu finden.

Warum Kampfsport? – Sport oder Meditation, Selbstverteidigung oder Lebensbegleitung?

In alten Martial Arts-Filmen gibt es meistens einen Meister, der seinen Schüler mit entbehrungsreichem Training, harten Prüfungen und Meditation in seiner Lehre unterweist. In modernen Kampfsportschulen wird in unterschiedlicher Weise versucht, alte Traditionen zu wahren und diese mit ins Training zu integrieren. Es ist grundsätzlich zwischen Kampfsport und Kampfkunst zu unterscheiden. Beim Kampfsport steht Wettkampf und Selbstverteidigung im Vordergrund, bei anderen Meditation, Disziplin, der Weg zur eigenen Mitte und sonstige persönliche Ziele. Beispiele für traditionsreiche asiatische Kampfkünste sind Wushu, Karate, Ninjutsu, Aikido oder Muay Boran. Gerade bei Wushu und Karate haben sich über Jahrhunderte eine Vielzahl unterschiedlichster Stile entwickelt. Bekannte Kampfsportarten sind Boxen, Kickboxen, Judo oder Ringen.

Unterschiedlich ist auch der Selbstverteidigungs-Aspekt der Kampfsportarten. Wem besonders wichtig ist, sich und andere in verschiedenen Situationen angemessen verteidigen zu können, sollte sich Ju-Jutsu ansehen. Dieser Kampfsport gehört in Deutschland unter anderem bei Polizei und BGS zu Ausbildung und lehrt ein breites Spektrum von Techniken, die sich gut zur Verteidigung eignen.

Ab ins Training – Die Wahl der Kampfsportschule

Wer eine Kampfkunst für sich ins Auge gefasst hat, sollte sich auch nach der richtigen Schule umschauen. Einige Kampfsportarten werden in speziellen privaten Schulen trainiert, andere sind in Vereinen organisiert. Auch die Kosten für eine Mitgliedschaft variieren dementsprechend stark. Fast überall ist es möglich, ein Probetraining mitzumachen. Neue Mitglieder und Interessenten sind überall willkommen. Ob einem das Training zusagt, die anderen Mitglieder sympathisch sind und man dem Trainer vertraut, kann dann jeder selbst entscheiden. Dies ist auch besonders wichtig, wenn Kinder mit Kampfsport beginnen möchten.

Verschiedenes auszuprobieren ist eine gute Möglichkeit schließlich den Kampfsport seiner Wahl zu finden. Auch Menschen, die über viele Jahre hinweg Martial Artstrainieren, schauen hin und wieder über den Tellerrand und suchen nach Alternativen oder Bereicherung. Viele betreiben mehrere Kampfsportarten gleichzeitig. Nicht immer muss die erste Wahl auch die beste sein.

Kampfsportarten und Kampfkünste ergänzen sich, haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Frage danach, welche die beste sein könnte, ist falsch gestellt. Wer sich auf das Training einlässt, wird aus jeder Art der Kampfkunst viel für Körper und Geist mitnehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.