Wie funktioniert Piwik

Webstatistiken mit Piwik auswerten. Zugriffs-Statistiken auf dem eigenen Web-Server verwalten. Webstatistiken geben Auskunft über die Häufigkeit und Qualität von Webseitenaufrufen und dienen der weiteren Optimierung für Suchmaschinen.

Jeder Betreiber einer Internetpräsenz möchte gerne etwas über seine Nutzer erfahren: Wie viele Besucher hat meine Website am Tag / in der Woche / im Monat? Wie lange verweilen die Besucher auf meinen Internetseiten? Welche Inhalte werden am häufigsten gelesen? Wie haben Sie mein Angebot im WWW gefunden? Sind sie über einen Link von einer anderen Seite oder über eine Suchmaschine auf eine meiner Unterseiten gestoßen? Welches Suchwort (Keyword) haben sie in das Suchfeld der Suchmaschine eingegeben? Dies sind wohl die zentralen Fragen, die eine aussagekräftige Webstatistik beantworten kann. Die Antworten auf all diese Fragen helfen dann die einzelnen Internetseiten noch besser für Suchmaschinen zu optimieren. Schön, wenn das reine Zahlenmaterial dann auch gleich noch grafisch ausgegeben wird, so dass man mit einem Blick Trends und Entwicklungen direkt ablesen kann.

Webanalyse-Tool Piwik

Piwik ist ein Open-Source-Projekt. Es ist somit kostenfrei und liefert übersichtlich alle gewünschten Informationen. Das Tool ist der Nachfolger der Statistikanwendung phpMyVisits. Bei Piwik handelt es sich um eine PHP-Anwendung, die mit einer MySQL-Datenbank arbeitet. Das Nachfolge-Projekt befindet sich derzeit noch im Entwicklerstatus, ist aber bereits den Kinderschuhen entwachsen. Und der große Vorteil gegenüber der Verwendung einer Drittanbieter-Software ist, dass die Zugriffsdaten auf dem eigenen Server verwaltet werden. Somit behält der Domaininhaber die volle Kontrolle über seine Besucherstatistiken.

Mit Piwik lassen sich mehrere Websites gleichzeitig auswerten. Diese müssen noch nicht einmal auf dem gleichen Server liegen. Und – insbesondere interessant für Webmaster – es lassen sich mehrere Nutzer mit unterschiedlichen Rechten einrichten, die dann jeweils nur ihr eigenes Webprojekt verfolgen können.

Die Bedienung der Tracking-Software ist intuitiv und äußerst flexibel. Die Benutzeroberfläche steht inzwischen auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Die Starseite (Dashbord) mag zunächst etwas unübersichtlich wirken. Doch per Drag&Drop lässt sie sich schnell und einfach individuell anpassen. Über die Kalenderauswahl lässt sich der Auswertezeitraum festlegen. Die sogenannten Widgets zeigen die gesammelten Daten in verschiedenen grafischen Darstellungen oder in tabellarischer Form an.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • Grafik der letzten Besucher
  • Besuchslänge
  • Verwendeter Browser
  • Besucherländer
  • Liste der Suchbegriffe
  • Liste externer Webseiten
  • Beste Suchmaschine

Über das Menü „Übersicht, Besucher, Aktionen, Verweise“ lassen sich weitere Daten, wie Betriebssystem, Bildschirmauflösung, Browserplugins, besuchte Seiten, angeklickte Links und heruntergeladene Dateien wie PDFs, Videos etc. anzeigen.

Die einzelnen Diagramme lassen sich direkt in verschiedene Formate, wie CSV, XML, PHP oder RSS, exportieren. Die Widgets können sogar per Inline-Frame oder Flashobjekt auf der eigenen Website anzeigt werden. Über eine zusätzliche Desktopintegration für Piwik lassen sich die Statistiken sogar direkt auf dem eigenen Desktop darstellen.

Einziges Manko: Trotz der Archivierungsmöglichkeiten ist für die gesammelten Daten auf Dauer eine Menge Speicherplatz von Nöten. Dies kann auch zu Ladezeitverzögerungen bei der Anzeige der Piwik-Anwendung führen, was insbesondere auf stark frequentierte Seiten zutrifft.

Voraussetzungen und Installation von Piwik

Die Piwik-Anwendung sollte in einer separaten Datenbank installiert werden. Piwik ist lauffähig ab PHP 5.1.3 und MySql 4.1. Für Seiten mit hohem Traffic wird empfohlen ein Speicherlimit von 128 MB einzustellen. Piwik bietet unter http://piwik.org/last.zip immer die letzte aktuelle Version zum Download an. Für einen Überblick über die bereits erschienenen Versionen, existiert unter http://piwik.org/builds ein Archiv. Die Zip-Datei wird entpackt und per FTP in einen Ordner z. B. mit dem Namen „piwik“ auf den Server geladen. Spätestens jetzt muss eine neue Datenbank angelegt werden. Dies erfolgt in den meisten Fällen über die Nutzeroberfläche des Providers. Die Zugangsdaten für die Datenbank schnell notieren und schon kann die Installation von Piwik beginnen. Dazu einfach den Dateipfad (in unserem Beispiel: http://www.meinedomain.de/piwik) in die Adresszeile des Browser eingeben und den Installationsanweisungen folgen. Zunächst prüft die Software, ob alle Systemvoraussetzungen erfüllt sind und fragt dann nach den Zugangsdaten für die Datenbank. Ist der Zugriff auf die Datenbank möglich, wird ein Administrator-Konto angelegt. War die Installation erfolgreich, kann man sich als Administrator einloggen. Über den Menüpunkt „Einstellungen“ gelangt man in die Verwaltung. Im Karteireiter „Webseiten“ gibt man die URL der jeweiligen Website an. Das Tracking erfolgt über einen JavaScript-Code, der in die Webseiten eingesetzt werden muss. Diesen erhält man über einen Klick auf „show tracking tag“. Den Quellcode trägt man dann am Ende der Webseite, am besten vor dem

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