Wie gesund ist Pfeffer

Pfeffer – Ein klassisches Gewürz und Heilmittel. Auf der einen Seite ist Pfeffer eines der ältesten Mittel zum Würzen von Speisen – andererseits verfügt er über Eigenschaften, die zur Gesundheit des Menschen beitragen.

Viele Gewürze werden nicht nur zur Entfaltung ihres arteigenen Geschmacks einzelnen Speisen beigefügt, sondern haben meist auch eine kulturelle beziehungsweise traditionelle Bedeutung. Einige werden häufig mit einer gesundheitsfördernden Wirkung in Verbindung gebracht. Für manche dieser natürlichen als Nahrungszusätze verwendeten pflanzlichen Stoffe konnten nun auch das Immunsystem beeinflussende Eigenschaften wissenschaftlich nachgewiesen werden. Dies beruht auf unterschiedlichen Mechanismen, die sich zum Teil immunstimulierend oder auch immunsuppressiv darstellen können.

Allergiker müssen zunächst vorsichtig sein

Die ständig steigende Zahl der Allergiker macht es notwendig, in allen Bereichen nach Lösungsansätzen für deren Behandlung zu suchen. Da viele der bisher entwickelten Medikamente zur Behandlung allergischer Erkrankungen mit einer großen Zahl von Nebenwirkungen einhergehen, ist man auf der Suche nach natürlichen Substanzen, welche in der Lage sein könnten, das menschliche Immunsystem in seiner Funktion zu unterstützen. Da es in seltenen Fällen Allergiker gibt, die auf Pfeffer reagieren, ist Vorsicht geboten. Dennoch kann das Gewürz scheinbar das Immunsystem unterstützen.

Pfeffer (Piper nigrum) und seine Wirkungen auf die Gesundheit

Früher handelspolitisch bedeutend ist Pfeffer auch heute noch ein beliebtes Gewürz, welches nicht nur wegen seines starken Aromas geschätzt wird. Zu den bisher bekannten gesundheitsrelevanten Eigenschaften des Pfeffers gehören die Anregung der Verdauung durch die Ausschüttung von Magensaft, außerdem wirkt er positiv auf die Fettverbrennung und hemmt das Wachstum schädlicher Bakterien. Pfeffer ist fiebersenkend und wirksam gegen Erkältungen, Bronchitis und Halsschmerzen. Verantwortlich für seine entzündungshemmende Wirkung ist der Inhaltsstoff Piperin (Mujumdar et al. 1990), welcher heute schon in verschiedenen Medikamenten zu finden ist. Koreanische Wissenschaftler isolierten Polysaccharide aus schwarzem Pfeffer und sehen darin eine natürliche Möglichkeit zur Stärkung des Immunsystems (Chun et al. 2002). Alles in allem ist das bekannte Gewürz bei richtiger Anwendung durchaus medizinisch wirksam. In neuerer Zeit gab es Hinweise darauf, dass das unter anderem auch in Pfeffer enthaltene Capsaicin möglicherweise gegen Übergewicht helfen könnte. In einer Studie aus Taiwan konnte nachgewiesen werden, dass Capsaicin zumindest im Reagenzglas Fettzellen abtötet. Weitere Studien hierzu sind allerdings noch notwendig, um die genauen Mechanismen zu erklären.

Pfeffer wirkt bei allergischen Erkrankungen

Die verschiedenen Wirkungen einiger Gewürze können möglicherweise therapeutisch genutzt werden. Dass Pfeffer aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung vor Magen-Darm-Erkrankungen schützen kann, ist schon länger bekannt. Eine neuere Studie über Pfeffer zeigte, dass sein Inhaltsstoff Capsaicin sogar wirksam gegen Heuschnupfen ist (Cheng et al. 2006). Mit einer Art Pfeffer-Spray, das bereits im Handel erhältlich ist, will man dem Heuschnupfen nun zu Leibe rücken. Bei dem Wirkstoff Capsaicin handelt es sich um ein Schärfe verursachendes Capsaicinoid, welches weder durch Kochen noch durch Einfrieren zerstört werden kann.

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