Wie kann man Gesünder Leben?

Jeder kann gesünder leben

Gesünder leben – sinnvolle und leicht umsetzbare Tipps in den Bereichen Ernährung, Vorsorge, Bewegung und Alltag.

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Gewohnheiten und der eigenen Gesundheit. Gesünder zu leben bedeutet auch, aktiv an der eigenen Gesundheit mitzuwirken.

Tipp 1: Gute Ernährung

Essen Sie Lebensmittel, nicht zu viel und vorwiegend Pflanzen.“ Mit diesen knappen Worten umreißt der Journalist Michael Pollan einfache, bewährte Ernährungsregeln:

  • Frische Lebensmittel bevorzugen

Zu bevorzugen ist eine vollwertige und frische Nahrung. Im Gegensatz zu solchen Lebensmitteln sind in Fast Food und Fertiggerichten in zu hohem Maße Zucker, Salz und Fett enthalten. Diese Bestandteile sind begünstigende Faktoren für Herzkrankheiten sowie -infarkte und Krebs. Dem Frittieren und Braten in Fett ist das Kochen, Dünsten und Backen frischer Lebensmittel vorzuziehen. Um Salz zu sparen, sind Kräuter und Gewürze eine willkommene Abwechslung. Fleisch sollte stets gar oder gut durch sein. Verdorbene oder leicht angeschlagene oder schimmelige Lebensmittel gehören in den Abfall.

  • Nicht zu viel essen

Es ist bekannt und durch die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass die Zunahme an Übergewicht und Fettleibigkeit besorgniserregend ist. Eltern sollten in diesem Lebensbereich ein gutes Beispiel sein, denn so können sie verhindern, dass ihre Kinder im späteren Leben anfällig für Krankheiten, wie z.B. Diabetes, sind. Zu viel zu essen bedeutet auch, dass das allgemeine Wohlbefinden gestört wird, die Motivation zu Bewegung abnimmt und das Selbstwertgefühl aufgrund von Gewichtszunahme leidet .

  • Sich vorwiegend pflanzlich ernähren

Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind wesentliche Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. Fleisch kann durch Fisch ersetzt werden. Sinnvoll ist es, Nudeln, geschälten Reis oder Weißbrot zu reduzieren, da diese raffinierten Produkte kaum Nährstoffe enthalten.

  • Viel trinken

Der Wert einer hohen Flüssigkeitsaufnahme kann nicht genug betont werden. Hier gilt nach wie vor, mindestens 2 Liter Wasser am Tag zu trinken – bei anstrengender körperlicher Arbeit, sportlicher Betätigung und Hitze deutlich mehr.

Der ganze Organismus profitiert davon – so wird die Verdauung unterstützt, der Körper entgiftet, die Haut sieht gesünder aus und das Gewicht wird reduziert.

Tipp 2: Dem Körper geben, was er braucht

Grundlegende Dinge für sich selbst zu tun, ist entscheidend für die eigene Gesundheit.

  • Auf genügend Schlaf achten

Schlaf ist unverzichtbar, wenn es darum geht, gesund zu leben, denn Schlaf ist ein Regenerator für den gesamten Körper. Er stärkt das Immunsystem, senkt das allgemeine Infektionsrisiko und beugt Erkrankungen wie Diabetes, Schlaganfall, Herzerkrankungen, Krebs, Fettleibigkeit und Depressionen vor. Müdigkeit kann mit einer körpereigenen Sicherung verglichen werden, die uns unsere Grenzen einhalten lässt. Sie sollte nicht mit Koffein, Süßigkeiten oder Chemie ausgeschaltet werden. Für Erwachsene sind 7 bis 8 Stunden Schlaf optimal, Jugendliche sollten sich 1 bis 2 Stunden mehr gönnen.

  • Zum Arzt gehen

Ärztliche Hilfe ist in manchen Fällen unerlässlich und je früher diese in Anspruch genommen wird, umso besser kann man den Verlauf einer Krankheit beeinflussen. Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, ist ein Zeichen von verantwortungsbewusstem Handeln unserem Körper gegenüber, was besonders in der Schwangerschaft deutlich wird.

Tipp 3: Bewegung tut gut

„Gäbe es Sport als Tablette, wäre er das am häufigsten verschriebene Medikament der Welt.“

(Emory University, medizinische Fakultät)

  • Aktiv werden

Sport ist gleichzusetzen mit Energie. Wie ein Motor mit genug Energiezufuhr ausdauernd läuft, so bewirkt Sport Ausdauer für Herz und Kreislauf und beugt so Schlaganfall und Herzinfarkt vor. Der Stoffwechsel kommt in Schwung, was dazu beiträgt, ein gesundes Gewicht zu halten – gesunde Ernährung vorausgesetzt. Insgesamt erhöhen sich die Leistungsfähigkeit und die Zufriedenheit. Somit tut Sport Körper und Seele gleichermaßen gut.

Wer nicht zu großen sportlichen Leistungen in der Lage ist, kann vielleicht öfter zu Fuß gehen, denn auch das kräftigt die Beinmuskulatur und erhöht Ausdauer sowie Körperkoordination, was besonders für ältere Personen wichtig ist.

Tipp 4: Risiken abwehren

Schon simple Maßnahmen sind hilfreich, um sich Krankheit und Kummer zu ersparen.

  • Auf Körperhygiene achten

Händewaschen ist so alt wie die Menschheit und ebenso wichtig und gesundheitsfördernd. Nicht umsonst macht das „Centers for Disease Control and Prevention, USA“ darauf aufmerksam, dass nahezu 80 % aller Infektionen durch unsaubere Hände übertragen werden.

Grundsätzlich sollte man sich die Hände immer waschen:

  1. vor dem Essen
  2. nach dem Kontakt mit Tieren
  3. nach dem Windelnwechseln
  4. vor und nach der Berührung oder Versorgung von Wunden
  • Sich vor Infektionskrankheiten schützen

Bei erkälteten Personen oder an Grippe Erkrankten, empfiehlt sich ein gesunder Abstand – ihr Besteck oder Geschirr darf nicht benutzt werden und das Bett sollte zur Zeit der Erkältung nicht mit ihnen geteilt werden. Speichel und Nasensekret sind absolute Übertragungsherde.

Selbst bei einer vorhandenen Impfung ist ein vorsichtiger Umgang mit Personen, die eine ansteckende Krankheit haben, notwendig. Bei Krankheiten wie Hepatitis B und C oder Aids gilt zu beachten, dass diese hauptsächlich sexuell, aber auch intravenös oder durch Transfusionen übertragen werden. Eine entsprechende Zusammenarbeit mit Ärzten in Beratungsgesprächen trägt dazu bei, gesund zu bleiben.

  • Das Zuhause sauber halten

Sauberkeit im Haus ist unerlässlich. Sammelt sich irgendwo Wasser an, sind auch Mücken und Artgenossen nicht weit – ebenso da, wo sich Biomüll, Abfall, offene Lebensmittel und Schmutz finden. Die Toilette sollte täglich gereinigt und zugedeckt sein, damit sich keine Keime ansammeln können.

  • Verletzungen vorbeugen

Sicherheitsvorschriften zu beachten, wie beispielsweise einen Helm oder Gehörschutz zu tragen, gilt als selbstverständlich, um seinen Körper vor Gefahren und Unfällen zu schützen. Wer sich gerne in der Sonne aufhält, sollte auf den Zeitraum achten, denn zu lange Sonnenbäder begünstigen Hautkrebs. Dasselbe gilt für den Besuch von Solarien.

Was nicht fehlen darf

Änderungen können am besten vorgenommen werden, wenn eine Motivation für die Person vorhanden ist. So können sich Ehepaare gegenseitig motivieren, weil sie mehr miteinander unternehmen können, wenn sie sich einer guten Gesundheit erfreuen. Eltern können ihren Kindern Vorbild sein, sodass ihr gutes Beispiel noch in den nächsten Generationen weiterleben kann. Religiös eingestellte Menschen können in ihrem Glauben eine Motivation sehen, indem sie durch eine bessere Gesundheit dem Gebot der Nächstenliebe besser nachkommen können. So sollte man dringend darüber nachdenken, welche Motivation man persönlich hat, denn eingefleischte Gewohnheiten zu ändern, ist mitunter anstrengend.

Nach diesen Tipps für ein gesünderes Leben ist aber das Bewusstsein darüber, dass jedes Ding seine Zeit braucht, unerlässlich. Freut man sich mit jedem kleinen Erfolg, erhöht sich die Lebensqualität, und mit der Zeit verbucht man auch den großen Erfolg – ein gesünderes Leben.

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