Cystus – Wirkung, Anwendung, Nebenwirkungen von Cistus incanus auf das Immunsystem.

Wie wirkt Cystus?

Mit der Wirkung von Cystus befasste sich ein Forschungsprojekt der Universität Münster. In der Heilkunde wird Cystus bei vielen Beschwerden eingesetzt.

Die im Mittelmeerraum, hauptsächlich in Griechenland, vorkommende Zistrose, wurde in der Heilkunde der dortigen Völker bereits seit einigen tausend Jahren eingesetzt. Cystus, der Pflanzenextrakt der grau behaarten Cistus incanus, blieb in den Ländern des mittleren Europas, trotz seiner heilenden Wirkung, weitgehend unbekannt. Doch in den letzten Jahren findet das lila blühende Zistrosengewächs immer mehr Anhänger und erfreut sich einer rasch wachsenden Beliebtheit.

Inhaltsstoffe von Cystus

Der Extrakt der Pflanze enthält Phenole, Limonen, Eugenol, Zineol, Ledol, Borneol. Neben ätherischen Ölen gehören zu den weiteren Inhaltsstoffen von Cystus Harz, Ladanum sowie Polyphenole. Der englische Name für das Zistrosengewächs ist Rock Rose und ist verwandt mit dem Gewächs, das unter dieser Bezeichnung als einer von mehreren Inhaltsstoffen als Bachblüte verwendet wird. Sie soll dabei das Nervensystem stärken und für das innere Gleichgewicht sorgen.

Cystus in der Forschung im Rahmen einer Studienreihe

Ein Forschungsprojekt des Instituts für Molekulare Virologie, das zur Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gehört, befasste sich mit dem Pflanzenextrakt der grau behaarten Zistrose. Der als Cystus052 bezeichnete Extrakt zeigte dabei in den angelegten Zellkulturen eine erstaunlich starke anti-Influenza Virus-Aktivität gegenüber humanen und aviären (Viren der Vogelgrippe) Influenza-Viren.

Der Studienleiter Prof. Dr. Ludwig erklärte: „Wir haben nachgewiesen, dass Cystus052 eine antivirale Wirkung auf Viren der verschiedensten Subtypen hat. Es ist daher davon auszugehen, dass das Präparat durch seine Wirkweise gegen alle Typen hilft.“ (Erkältung – Grippe: Wie kann ich schnell, einfach und effektiv das  Immunsystem stärken?)

Wodurch ist die Wirkung von Cystus zu erklären?

Nach Aussagen von Wissenschaftlern besitzt der Pflanzenextrakt der „Cistus incanus ssp.tauricus“ die Eigenschaft, das Virus durch chemisch/physikalische Interaktionen unspezifisch zu blockieren. Das hat zur Folge, dass die Infektion von gesunden Zellen verhindert wird. Man geht davon aus, dass die in Cystus enthaltenen hochpolymeren Polyphenole der Grund dafür sind. Das Virus wird daran gehindert, sich durch Mutation seiner Oberflächenprotein-Gene, einem Angriff zu entziehen. Bei den Versuchen zeigte sich keine Neigung, resistente Varianten zu bilden. Cystus wirkt nicht pharmakologisch, es ist in der Lage, pathogene Viren daran zu hindern, in die Wirtszelle des Organismus einzudringen.

Die praktische Anwendung von Cystus bei Beschwerden

In der Naturheilkunde findet das Kraut der Zistrose bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen seine praktische Anwendung. Das Haupteinsatzgebiet liegt bei grippalen Infekten und Atemwegserkrankungen. Gern wird der Cystustee aber auch vorbeugend zur Entschlackung des Körpers angewendet. Die Heilkraft von Cistus incanus hat sich bei unterschiedlichen Beschwerden bewährt:

  • wirkt sowohl anregend als auch tonisierend auf das Nervensystem
  • ist hilfreich bei Hautproblemen wie Pickel und Mitesser
  • schleimlösend bei Erkältung, Husten und Bronchitis
  • neutralisiert freie Radikale
  • steigert die Abwehrkräfte
  • ist entzündungshemmend bei rheumatischen Erkrankungen
  • stärkt das Immunsystem
  • hemmt das Pilzwachstum
  • wirkt antibakteriell, antioxidativ, antiviral
  • entschlackende Wirkung, schwemmt Gifte und Schwermetalle durch die hohe Konzentration von Polyphenolen aus dem Körper

Außerdem wird Cystus eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien und Arthrose (Arthrose Ernährung, Arthrose Behandlung, Kniearthrose, Arthrose der Sprunggelenke, Hüftarthrose, Schulterarthrose, Spondylarthrose/Facettensyndrom, HWS Arthrose, Hand/Fingerarthrose, Arthrose Sport, Arthrose Übungen) nachgesagt.

Cystus052: Was ist mit Nebenwirkungen?

Das Forschungsteam um Institutsleiter Prof. Dr. Ludwig stellte fest, dass der untersuchte Extrakt aus der Zistrose keine schädlichen Nebenwirkungen auf die Zellen zeigte. Der das Immunsystem stärkende Wirkstoff ist im Handel unter der Bezeichnung Cystus052 in Form von Bio-Halspastillen erhältlich. Der Tee wurde im Rahmen der Studie nicht untersucht.

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