Blitzübungen gegen Alltagsstress

Ein paar simple Tricks helfen, schnell wieder Energie zu tanken

Mit Atmung, Bewegung, Visualisierung, kurzer Meditation und gezielter Planung lassen sich Stress und innere Anspannung im Alltag schnell und effektiv mindern.

Ob im Büro oder Zuhause, jeder kennt die Tage, an denen die „To-Do“-Liste kein Ende nimmt und die Anspannung sich fühlbar körperlich niederschlägt. Aber schon kleine Tricks und Übungen können die Leistungsfähigkeit stabil halten.

Tief durchatmen

Diese Weisheit kommt aus dem Yoga und hierfür hat man immer Zeit, es gibt einfach keine Ausrede. Es ist bekannt, dass der erwachsene Mensch viel flacher und weniger atmet als er könnte. Dadurch wird der Stoffwechsel konstant mit Sauerstoff unterversorgt. Wer sich angewöhnt, in Stresssituationen mehrere tiefe Atemzüge zu nehmen – vor dem Meeting, vor einem schwierigen Telefonat oder wenn ganz einfach gerade alles schiefgeht – baut Kraftreserven auf und Verspannungen ab. Migräne kann vorgebeugt oder gemildert werden, Schulter- und Nackenverspannungen wird gegengesteuert. Das Gehirn arbeitet besser und die Konzentration nimmt wieder zu.

Einen inneren Rückzugsort einrichten

Wartezeiten in der Bahn, beim Arzt oder in der Kassenschlange können zum „Blitzurlaub“ genutzt werden. Hierzu braucht es nur einer einmaligen Bewusstwerdung und Einrichtung eines Lieblingsortes. Mental auf Hawaii mit Delphinen zu schwimmen, einen Strandspaziergang zu machen oder in den Bergen zu zelten, kann schon nach einem kurzen Moment fühlbar entspannend wirken.

Frischluft tanken

Ein Picknick in der Sonne ist für den Körper die perfekte Abwechslung zum Bürotisch im Kunstlicht. Wer die Zeit nicht hat, oder nur eine Minutenpause einlegen will, kann ein paar tiefe Atemzüge am offenen Fenster nehmen oder einfach mal für Belüftung im Zimmer sorgen. Allein das Aroma der Frischluft weckt wieder Lebensgeister.

Bewegung zwischendurch

Leider ist es gerade im Büro oft nicht möglich, auffällige Entspannungsübungen zu machen. Umso wichtiger ist es, sich etwa alle 20 Minuten kurz zu bewegen, etwa durch einen Gang in die Kaffeeküche. Telefonate im Haus können vielleicht durch einen kurzen Gang persönlich erledigt werden. Die Hände mehrmals zu Fäusten ballen und wieder aufmachen – das pumpt frisches Blut ins Gehirn. Wer etwas Privatsphäre hat, kann einfach mal aufstehen und Arme und Beine ausschütteln und sich in alle Richtungen strecken. Wer zuhause arbeitet, kann sich mehrmals am Tag flach auf dem Boden ausstrecken und durch gleichmäßige Atmung entspannen. Diese Übung kommt aus dem Yoga und wirkt sehr erfrischend. Ein paar Sit-ups oder Fahrradfahren im Liegen mit den Beinen in der Luft sind schnell gemacht und bringen den Kreislauf in Schwung.

Planung

Besonders im Alltag mit Kleinkindern sind Eltern von morgens bis abends oft durchgehend gefordert. Unzufriedenheit entsteht dabei schnell, wenn Erledigungen auf der Strecke bleiben und wichtige Dinge vergessen werden. Hier kann es helfen, am Vortag eine kurze Planung aufzustellen. Auch eine Essensplanung empfiehlt sich: Wer für drei bis vier Tage plant, kann gezielt einkaufen und vermeidet typische „Was-koch-ich-jetzt-schnell“-Momente. Eine ausgewogene Ernährung ist langfristig die einzige Möglichkeit, um den Alltag kraftvoll zu bewältigen.

Meditation – 15 Minuten genügen

Auch wenn sich selbst eine Viertelstunde manchmal nicht einrichten lässt – sie wirkt auf Dauer sehr positiv auf die Balance von Körper und Geist. Wer vor dem Zu-Bett-Gehen den Tag mental Revue passieren lässt, kommt bewusst zur Ruhe. Was habe ich heute erlebt? Was war gut, was weniger gut? Welche Dinge konnte ich erledigen, welche nicht? Das mentale Sortieren von Eindrücken wirkt auch entspannend auf den Körper. Den Tag innerlich „abzuschließen“ kann helfen, ruhiger, kraftvoller und bewusster in den neuen Tag zu gehen.

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