Die Atkins-Diät

Die Atkins-Diät – Diäten in der Diskussion.

Low-Carb-Diät nach Atkins. Die Diät nach Atkins will kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Süßigkeiten und Kuchen weg vom Teller haben und gilt als Low-Carb-Diät. Low-Carb-Diät nach Atkins. Moderne Diät-Varianten versprechen immer neue Ansätze, außergewöhnlichen und vor allem dauerhaften Erfolg. Doch handelt es sich hier nur um gut laufende Verkaufshits oder können sie ihr Versprechen tatsächlich halten?

Das Prinzip der Atkins-Diät

Zwar sollen bei der Atkins-Diät kohlenhydratreiche Lebensmittel gemieden werden. Allerdings sind süßes Obst und einige stärkereiche Gemüsearten auch kohlenhydratreich und daher in dieser Diät vom Speiseplan gestrichen. Eiweißreiche Lebensmittel, wie Eier, Fleisch und Fisch, werden hingegen empfohlen.

Risiko Nährstoffmangel

Zur Vermeidung beziehungsweise zum Ausgleich von Nährstoffmängeln werden Nahrungsergänzungsmittel in die Diät-Empfehlungen einbezogen. Damit ist ein Mangel an Kohlenhydraten, die Gehirn und Nerven ständig mit Energie beliefern, vorprogrammiert. Zur Gewährleistung der Energieversorgung baut der Körper Fettreserven ab, wobei wiederum belastende Abbauprodukte mit unerwünschten Nebenwirkungen entstehen. Damit gehen schlechter Mundgeruch, Kreislaufprobleme und langfristig eine höhere Belastung der Nieren einher.

Aus aktuellen Studien geht jedoch eher ein günstiger Effekt auf den Fettstoffwechsel hervor. Zu Beginn nahmen die Studienteilnehmer mit der kohlenhydratarmen Diät zwar schneller ab, nach einem Jahr erreichten sie etwa die gleiche Gewichtsabnahme wie die Vergleichsgruppe mit üblicher fettarmer Diät. Daraus lässt sich durchaus folgern, dass eine moderate Senkung der Kohlenhydratmenge vor allem bei stark Übergewichtigen Vorteile bringen kann. Ein Verzicht auf Obst und Vollkornprodukte sollte jedoch insgesamt nicht stattfinden.

Empfehlungen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung

Dieser Ansatz deckt sich mit den aktuellen Ernährungsempfehlungen hierzulande und ist nicht neu. Die DGE empfiehlt eine tägliche Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm. Brot und Nudeln aus Vollkorn, Getreideflocken und Naturreis sollten daher auch in einer Low-Carb-Diät nicht völlig fehlen.

Bereits Anfang der 1980er Jahre empfahlen von Koerber, Männle und Leitzmann in ihrem Konzept der Vollwert-Ernährung, Vollkornprodukte zu bevorzugen. Eine gute Diät berücksichtigt

  • die Ausgewogenheit beim Essen und Trinken,
  • die Veränderung des bisherigen Essverhaltens sowie
  • die Erhöhung des Energieverbrauchs durch vermehrte Bewegung.

Sie sollte daher nicht als Diät, sondern als Lebensweise betrachtet werden.

Dauerhafter Erfolg durch dauerhafte Umstellung

Der Verein für Konsumentenkommunikation (VKI) zieht aus seiner Untersuchung folgendes Fazit: Leider liegt immer genau das im Trend, was neu klingt und schnellen Erfolg verspricht, auch wenn wissenschaftliche Langzeitstudien über gesundheitliche Auswirkungen fehlen. Im Gegensatz zu solchen ungesunden Diäten, verspricht eine ausgewogene Ernährung nach wie vor dauerhaften Erfolg.

Zu weiteren modernen Diätformen sind beispielsweise die Glyx-Diät und die LOGI-Methode zu zählen. Neueren Untersuchungen zufolge machen Kohlenhydrate wohl eher glücklich, sodass man mit Low-Carb-Methoden zwar schon begrenzte Abnehmerfolge feiern kann, die Stimmung allerdings meist im Keller bleibt.

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