Getränke für Allergiker

Nicht jedes Getränk ist für Allergiker geeignet. Wer Gäste bewirtet, sollte sich genau erkundigen, welche Stoffe nicht vertragen werden und Alternativen bereit halten.

Viele Allergiker haben es schwer, beim Essen und Trinken außer Haus, die richtige und vor allem risikofreie Wahl zu treffen. Sie sind auf die Auskunft anderer oder auf Hinweise in den Getränkekarten angewiesen.

Trink- und Mineralwasser

Bei allergiegefährdeten Säuglingen sollte die Gabe von Trinkwasser beziehungsweise die Zubereitung von Flaschennahrung mit Trinkwasser immer nur abgekocht erfolgen. Ab dem 10. Lebensmonat ist das Trinkwasser für die Kleinkinder unbedenklich und kann zusätzlich für Tees oder das Mischen mit Fruchtsäften verwendet werden.

Obst- und Gemüsesäfte können Allergien auslösen

Frucht- oder Gemüsesäfte sind meist im Einzelfall problematisch, vor allem wenn es sich um Mischsäfte handelt, die unverträgliche Obstsorten enthalten. Ein Fruchtsaft ist immer nur dann frei von Zucker und Zusatzstoffen, wenn er mit „100%“ oder „Direktsaft“ bezeichnet ist. Pasteurisierter Apfelsaft hingegen wird oft gut vertragen. Da er bei seiner Herstellung ausreichend erhitzt wurde, sind die Hauptallergene zerstört.

Allergie gegen Früchte- und Kräutertees

Allergiker müssen manchmal sogar auf die eigentlich gesundheitsförderlichen Kräutertees verzichten. Besonders Pfefferminz- oder Kamillentee kann starke allergische Reaktionen auslösen. Hier kann schon das Einatmen des Dampfes zum Problem werden. Zusätzlich ist bei aromatisierten Teesorten Vorsicht geboten, denn auch hier sind bereits allergische Reaktionen bekannt. Sie sind häufig auf den oft enthaltenen Perubalsam zurückzuführen.

Zusatzstoffe in künstlich hergestellten Erfrischungsgetränken

In einigen alkoholfreien Getränken sind häufig Zusatzstoffe enthalten, die allergische Reaktionen oder auch Pseudoallergien auslösen können. Hierzu sind hauptsächlich Konservierungs- oder Farbstoffe in Lebensmitteln wie Orangen- oder Zitronenlimonade zu nennen.

Unverträglichkeiten und Beschwerden durch Wein

Bei allergischen Reaktionen spielen biogene Amine wie zum Beispiel Histamin eine wichtige Rolle. Histamin ist nicht nur im Körper vorhanden, es ist auch in verschiedenen Nahrungsmitteln wie beispielsweise Käse, Fisch, Wein, Sekt und Bier enthalten. Normalerweise wird Histamin im Darm durch Enzyme abgebaut. Bei einem Mangel an diesen Enzymen kann es jedoch zum Beispiel zu folgenden körperlichen Reaktionen auf das nicht abgebaute Histamin kommen:

  • Brennen auf der Zunge
  • Rötung des Gesichts und des Dekolletes
  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz
  • Asthma

Da Rotwein und auch Weizenbier hohe Histaminmengen aufweisen können, sind hier auch die Reaktionen am stärksten. Weißwein, trockene Rotweine sowie (alkoholfreies) untergäriges Bier sind in der Regel besser verträglich.

Tipps und Tricks für Allergiker

  • Achten Sie beim Einkauf genau auf die Inhaltsstoffe oder das Herstellungsverfahren.
  • Trinken Sie möglichst nur pure oder mit Wasser verdünnte Getränke und meiden Sie Mischgetränke.
  • Stellen Sie Frucht- und Gemüsesäfte gegebenenfalls selbst her.

Beim Bewirten von Gästen oder allgemein beim Kochen für Allergiker gilt es immer, besondere Rücksicht zu nehmen und genau auf die verwendeten Zutaten zu achten. Sollten Sie sich nicht 100-prozentig sicher sein, welche Stoffe vertragen oder nicht vertragen werden, fragen Sie im Zweifelsfall lieber nach.

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