Glückliche Partnerschaften machen dick

Eine soziologische Untersuchung aus Heidelberg beweist: Wer in einer glücklichen Beziehung lebt, wiegt mehr als Singles.

Singles sind meist schlanker, als Menschen, die in einer glücklichen Partnerschaft leben. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung am Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg. Hiernach führen glückliche Partnerschaften zu Gewichtszunahmen. Dies hat unterschiedliche Gründe.

Die Konkurrenz beeinflusst das Gewicht

Singles befinden sich sozusagen noch in der Partnerfindungsphase. Und damit sind sie nicht allein. Die Zahl der Alleinstehende in Deutschland scheint immer größer zu werden. Dementsprechend hoch ist der Konkurrenzdruck auf dem Singlemarkt. Und je größer die Konkurrenz ist, desto mehr Einfluss hat sie auf das Gewicht der Singles. Im Sinne der Selektion verbessert ein geringeres Gewicht die Chancen, einen Partner zu finden. In Gegenden mit wenig Konkurrenz sind die Gewichtsunterschiede zwischen Singles und Verpartnerten hingegen geringer.

Partner haben ein ähnliches Gewicht

Die Studie belegt auch den Eindruck, den jeder wohl schon einmal hatte: Viele Partner haben ein ähnliches Gewicht. Laut der Studie trifft dies jedoch eher auf glückliche Beziehungen zu. Dachte man früher allerdings, dass es sich hierbei um einen Anpassungsprozess der Partner handelt, kamen die Heidelberger Soziologen zu einem anderen Ergebnis. Ihrer Ansicht nach werden bei der Partnerwahl Menschen mit ähnlichem Gewicht bevorzugt. Außerdem gehen Partnerschaften meist mit einer Gewichtszunahme einher – und zwar bei beiden Partnern. Dadurch wir das Gewichtsverhältnis zwischen den Partnern aufrechterhalten.

Glückliche Partnerschaften machen dicker

Das Phänomen der Gewichtszunahme betrifft vor allem Paare, die sich in einer glücklichen Beziehung befinden. Gerade in solchen Fällen ist der Konkurrenzdruck besonders gering. Schließlich sind beide glücklich. Warum sollten sich die Partner dann optisch konkurrenzfähig halten? Also können sie hemmungslos genießen. Und dabei spielt der Aspekt, dass gemeinsamer Genuss verbindet, sicherlich auch noch eine Rolle. Wirkt sich eine Partnerschaft also positiv auf die Gesundheit und Lebenserwartung aus, hat sie doch einen negativen Effekt auf die Figur.

Bei kriselnden Partnerschaften wird Gewicht verloren

Bei Problemen in der Partnerschaft kommt es hingegen zum Gewichtsverlust mindestens eines Partners. Über den Grund hierfür sind sich die Forscher allerdings nicht einig. Es ist natürlich möglich, dass die Betroffenen aufgrund der Krise weniger Appetit verspüren und deshalb abnehmen. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass man weniger isst, weil die Partner weniger gemeinsame Mahlzeiten einnehmen. Eine weitere These der Heidelberger Soziologen lautet allerdings, dass sich die Partner, mehr oder weniger bewusst, schon wieder für die Partnersuche in Form bringen. Kriselt es dauerhaft in einer Beziehung, ist für viele Betroffenen das Ende also nicht mehr fern. Wer in einer solchen Partnerschaft lebt, muss sich also darauf gefasst machen, sich in absehbarer Zeit wieder der Konkurrenz zu stellen. Alternativ wäre aber auch möglich, dass die Betroffenen durch Gewichtsverlust wieder für den Partner attraktiver werden möchten. In einem solchen Fall dient das Abnehmen also dem Erhalt der Beziehung.

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