Handystrahlung hat Auswirkung auf das Geschlecht der Nachkommen

Elektromagnetische Strahlung von Handys kann das Geschlecht der Nachkommen bei Hamstern beeinflussen. Auch Menschen reagieren empfindlich auf Handystrahlung.

Wenn der Mann beim Sex ein Kopftuch trägt, wird der Nachwuchs weiblich. Diese Volksweisheit klingt nicht nach fundierter Wissenschaft. Das ist auch nicht der Fall, denn die Wahrheit ist viel verrückter: Wenn der Mann ein Handy trägt, steigen die Chancen auf ein weibliches Kind. Zumindest bei Hamstern wurde dieses Phänomen kürzlich wissenschaftlich belegt. Und auch Menschen reagieren empfindlich auf elektromagnetische Strahlung.

Handystrahlung entscheidet über das Geschlecht der Hamsternachkommen

Habib Aghadam und Alireza Lotfi von der Shabestar Universität, Iran führten eine Studie an 36 männlichen und 36 weiblichen syrischen Hamstern durch. Ziel der Untersuchung war, zu klären, ob ein elektromagnetisches Feld das Geschlecht des Nachwuchs beeinflussen kann. Dazu wurden die Männchen in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe wurde 20 Tage lang, eine Stunde pro Tag, elektromagnetischer Strahlung bei 900 MHz ausgesetzt, der Strahlung eines handelsüblichen Mobiltelefons. Die anderen Tiere wurden ohne diesen Einfluss gehalten. Das elektromagnetische Feld stammte von einem Sony Ericsson K 750 i – Handy. Die Hamster wurden unter sonst gleichen Bedingungen gehalten, sie waren gleich alt und hatten etwa das gleiche Gewicht. Als alle Hamstermännchen daraufhin Nachwuchs zeugten, stellte sich heraus, dass die bestrahlten Männchen um 4 % mehr weibliche Nachkommen hatten als die nicht-bestrahlten.

Das Verhältnis von männlichem zu weiblichem Nachwuchs ist von verschiedenen Faktoren, wie Jahreszeit, Alter der Mutter und vom Hormonhaushalt abhängig und beträgt nicht immer 1:1. Durch die vielen Parameter, ist der Einfluss eines Einzelnen gering. Frühere Studien belegen jedoch den schädlichen Einfluss elektromagnetischer Felder von 900 MHz auf die Geschlechtshormone Testosteron und Progesteron bei Nagetieren.

Macht Handystrahlung impotent?

Auch Menschen reagieren nachweislich auf diese Art von Strahlung. Elektromagnetische Strahlung steht seit längerem unter dem Verdacht, Schlafstörungen zu verursachen. Auch für die in den letzten 50 Jahren kontinuierlich sinkende Qualität des männlichen Samens machen Wissenschaftler das Handy verantwortlich, vor allem, wenn es in den vorderen Hosentaschen getragen wird. Bewiesen ist das nicht, zumal sich im letzten halben Jahrhundert viele Umwelteinflüsse verändert haben, die eine Rolle bei der Fruchtbarkeit spielen können. Weitere Informationen dazu gibt es beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Valborg Baste und sein Team von der Universität Bergen untersuchten 10.497 Männer, von denen 22% berufsbedingt elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt waren. Bei diesen Probanden handelte es sich um Soldaten der norwegischen Marine, die sich an Bord ihrer Schiffe tagtäglich in unmittelbarer Nähe von Radar, Antennen und anderen elektrischen Geräten aufhielten. Das Ergebnis der Studie war: Die Fälle von Zeugungsunfähigkeit steigen mit zunehmender Strahlungsdosis, der die Probanden ausgesetzt sind. Analog dazu werden Männer, die in Gegenwart hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung arbeiten, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Vater einer Tochter.

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