Mit Hildegard von Bingen durchs Jahr – September

Kommentare und Rezepte der Hildegard von Bingen zur Herbstküche im September.

Die historische Figur Hildegard von Bingen hat als Äbtissin eines Benediktinerordens sowohl Schriften der Philosophie, zu Musikkompositionen als auch zur Klosterheilkunde verfasst. Vor beinahe 1000 Jahren hat sie gelebt und doch sind viele ihrer Schriften von großer Aktualität und werden gerade auch in der ganzheitlichen, modernen Medizin genutzt.

Hildegard von Bingen zum September

„In diesem Monat finden wir die Reifezeit. Es entfallen die schrecklichen Gewitter, und wir finden eine festgesetzte Mischung aus Kälte und Wärme. Es ist eine Jahreszeit, in der Wohlstand sichtbar wird, die Natur lädt zur Ernte ein.“

Hildegard von Bingen zum Charakter der Septemberkinder

„So auch der Mensch, der in diesem Monat geboren wurde. Er geht von Natur aus jedem Streit, aber auch Überschwänglichkeiten aus dem Weg, ein eher ausgeglichener Typ, dessen besonderer Charakterzug die Geduld ist. Diese Tugend ist es auch, die immer wieder das Seelenleben dieses Menschen stabilisiert und ihm eine gewisse Richtung im Leben vorgibt.“

Herbstküche und Ernte nach Hildegard von Bingen

Der September wird von Hildegard von Bingen als „Reifezeit“ bezeichnet, da einiges an Obst und Gemüse zu dieser Zeit reift und geerntet werden kann. Sie hat für die Obst- und Gemüseernte Angaben zur Erntezeit gemacht, die sich auf die Konstellation des Mondes beziehen. Mondgärtnern und -gärtnerinnen zufolge sind ihre Aussagen zutreffend.

In der Herbstküche favorisiert Hildegard von Bingen Sellerie, doch nur in gekochter oder gedünsteter Form. Auch der Kürbis wird von ihr geschätzt und sie sagt dazu: „Kürbisse sind trocken und kalt. Dennoch haben sie ihr Wachstum aus der Luft. Sie sind zum Essen gut sowohl für die Kranken als auch für die Gesunden.“

Kürbissuppe mit karamellisierten Maronen

  • 1 kg Kürbis
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 100 g Maronen
  • 1 EL flüssiger Honig
  • 1 Kästchen Gartenkresse
  • Galgant, Bertram, Ysop und Salz nach Belieben

Kürbis aufschneiden, schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Zwiebelstücke in einem Esslöffel Sonnenblumenöl glasig dünsten, Kürbiswürfel und Gemüsebrühe hinzugeben und zugedeckt circa 10 Minuten garen. Inzwischen Maronen schälen, würfeln und in dem restlichen Sonnenblumenöl anbraten. Honig hinzufügen und unter ständigem Rühren karamellisieren lassen. Kresse abschneiden, waschen und trocken tupfen. Kürbissuppe mit Hilfe des Stabmixers cremig pürieren. Mit Galgant, Bertram, Ysop und Salz abschmecken und in Suppentassen füllen. Mit den Maronenwürfeln und der Kresse garnieren

Kürbis-Vanille-Kompott

  • 1 Kürbis (2,5 kg)
  • 2 Zitronen (Saft und ungespritzte Schale)
  • 2 Vanilleschoten
  • 500 ml Quittensaft
  • 100 g feiner Rohrzucker
  • 2 Kardamomkapseln

Kürbis aufschneiden, schälen, von den Kernen und dem faserigen Fruchtfleisch befreien und in Würfel schneiden. Schale von einer Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Die Vanilleschoten längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Quittensaft in einen Topf geben. Kürbiswürfel, Vanillemark und -stangen hinzufügen und mit so viel Wasser angießen, dass das Kürbisfleisch bedeckt ist. Rohrzucker und Kardamomkapseln dazugeben und alles circa 10 Minuten köcheln lassen. In heiß ausgespülte Gläser füllen und fest verschließen.

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