Norovirus & Phytotherapie

Mit Heilpflanzen den Magen-Darm-Trakt heilen: Norovirus & Co.

Viele Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können mittels Pflanzenheilkunde geheilt oder gelindert werden. So auch der Norovirus.

Magen und Darm, der gesamte „Bauch-Trakt“, sind eng mit der menschlichen Psyche verbunden. Somit können sich Probleme und Stress in Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Magengeschwüren und anderen Beschwerden äußern. Zugleich aber haben diese Erscheinungen oftmals auch schwerwiegendere Auslöser und es bedarf einer ärztlichen Untersuchung, um die Ursachen festzustellen.

Viele Patienten greifen bei Bauchbeschwerden bevorzugt zu Phytopharmaka. Verbreitete Anwendungsgebiete für pflanzliche Arzneien sind neben Obstipation und Diarrhöe vor allem Appetitlosigkeit, funktionelle Dyspepsie, Reizdarmsyndrom sowie chronische Leberschäden.

Nur Letzteren liegen organische Veränderungen zugrunde, bei den übrigen Beschwerden handelt es sich um funktionelle Störungen im Verdauungstrakt. Die Selbstmedikation bedarf dennoch dringend der Beratung, Information und Steuerung durch den Arzt.

Das Norovirus

einst als Norwalk-like-Virus benannt, ist für die Mehrzahl der nicht bakteriell verursachten Durchfallerkrankungen verantwortlich. Kleinkinder und ältere Menschen trifft es am häufigsten. Besonders gefährdet sind die Bewohner und das Personal von Gemeinschaftseinrichtungen. Die Viren sind weltweit verbreitet. Sie werden über den Stuhl ausgeschieden und dann auf fäkal-oralem Weg übertragen. Krankheitssymptome entwickeln sich innerhalb weniger Stunden bis Tage und bestehen in erster Linie in plötzlich auftretendem Durchfall und Erbrechen, die zu erheblichen Flüssigkeitsverlusten führen können. Die Erkrankung verläuft meist kurz und heftig und klingt nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Die Therapie besteht darin, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Durch die Einhaltung von Hygienemaßnahmen kann vermieden werden, dass der Erreger übertragen wird.

Symptome

Die Erkrankung aufgrund einer Norovirus-Infektion beginnt plötzlich (akut), meist aus völligem Wohlbefinden heraus mit starken Durchfällen und Erbrechen. Die Betroffenen leiden unter ausgeprägten Bauchschmerzen, Übelkeit sowie häufig unter Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Es besteht ein starkes Krankheitsgefühl. Fieber ist bei einer Norovirus-Infektion selten, die Körpertemperatur kann aber etwas erhöht sein. Im Allgemeinen klingen die Symptome nach 12 bis 48 Stunden wieder ab. Je nach Gesundheitszustand des Betroffenen vor der Infektion sind auch Verläufe mit nur schwach vorhandenen Symptomen bis hin zu völliger Beschwerdefreiheit möglich. Durchfallerkrankungen durch Noroviren können während des ganzen Jahrs auftreten. Es fällt allerdings eine saisonale Häufung in den Monaten Oktober bis März auf, also besonders zur Winterszeit.

Bei Säuglingen und Kleinkindern bilden Noroviren nach den Rotaviren die zweithäufigste Ursache für akuten Brechdurchfall (ugs. Magen-Darm-Grippe, med. Gastroenteritis).

Neben der Vermeidung und Vorbeugung bietet auch die Phytotherapie zahlreiche Möglichkeiten, um gegen den Norovirus anzutreten, die Heilung zu beschleunigen und die Leiden zu lindern.

Hilfreiche Pflanzen

Ingwer: Der Ingwerwurzelstock hilft bei Übelkeit und Erbrechen. Auch Völlegefühl oder Blähung können Sie mit seinen Wirkstoffen lindern. Vorbeugend kann Ingwer auch gegen Reiseübelkeit eingenommen werden. Ingwer gibt es als Tee, Kapsel oder Trockenextrakt aus der Apotheke. Achtung: Die frische Ingwerwurzel, die es an der Gemüsetheke gibt, ist weniger wirksam als das medizinische Extrakt.

Gelbwurz: Die Gelbwurz lindert Verdauungsbeschwerden, insbesondere Blähungen oder Völlegefühl. Darüber hinaus soll Gelbwurz den Cholesterinspiegel senken. Gelbwurz ist nicht als Tee geeignet.

Pfefferminze: Mit Pfefferminzöl oder Pfefferminzblättern lassen sich die unterschiedlichsten Verdauungsstörungen lindern, da sie die Galle anregen. Übergießen Sie zwei bis drei Teelöffel mit kochendem Wasser und lassen Sie ihn anschließend zehn Minuten zugedeckt ziehen. Genießen Sie davon bis zu vier Tassen täglich. Tipp: Sie können auch eine Teemischung aus Pfefferminze und Lavendel herstellen. Die beiden Kräuter wirken in Kombination sehr hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden, Lavendel hat dazu noch eine beruhigende Wirkung.

Artischocke: Die Blätter der Artischocke lindern Verdauungsstörungen, die von Leber oder Galle verursacht werden. Außerdem sollen sie eine cholesterinsenkende Wirkung haben. Neben den gängigen Fertigpräparaten in Dragee-, Kapsel-, Tabletten- oder Tropfenform gibt es die Artischocke auch als Frischpflanzenpresssaft. Wichtig: Artischocke ist als Tee nicht geeignet.

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