Schlafstörungen – Ursachen, Folgen und Hilfestellung

Jeder Mensch braucht Schlaf. Oft jedoch wird die wohltuende Ruhe gestört. Welche Ursachen und Probleme Schlafstörungen mit sich bringen.

Sechs bis acht Stunden – So viel Schlaf braucht im Durchschnitt ein erwachsener Mensch pro Nacht. Oft müssen wir mit deutlich weniger auskommen. Was aber, wenn die Nachtruhe aus verschiedenen Gründen gestört wird? Wie kann der menschliche Organismus damit umgehen?

Schlaf und Gesundheit

Schlaf ist wichtig. Ohne genügend Ruhe fühlen wir uns nicht voll einsatzfähig, sind gereizt und unkonzentriert. Es sind bei weitem noch nicht alle Aspekte des Schlafs erforscht, aber eines ist klar, ohne kommt niemand aus.

Während des Schlafes werden unsere Batterien neu geladen. Entfällt diese Erholungsphase können ein Leistungsabfall und Verhaltensstörungen die Folge sein. Eine Erhöhung des Unfallrisikos ist gegeben und sogar körperliche Erkrankungen können aus länger anhaltendem Schlafmangel resultieren.

Schlafstörungen machen uns das Leben schwer

Eine Störung des Schlafs kann vielerlei Gründe haben. Die Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung unterscheidet mehrere unterschiedliche Ursachen.

1. Dyssomnien: gekennzeichnet durch Einschlaf- bzw. Durchschlafschwierigkeiten und extreme Tagesmüdigkeit. Des Weiteren wird dieser Punkt in drei Unterkategorien geteilt: In die im eigenen Körper liegenden Ursachen, den von außen einwirkenden Faktoren und zuletzt die Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus.

2. Parasomnien: Störungen des Schlafprozesses. Dazu gehören zum Beispiel auch Schlafwandeln und Albträume.

3. Gestörter Schlaf als Begleiterkrankung: Zum Beispiel in Folge von Infektionserkrankungen wie der Schlafkrankheit oder auch bei Magengeschwüren.

4. Andere Schlafstörungen: Beispielsweise Kurz- oder Langschläfer.

Der Kurzschläfer zeichnet sich durch eine regelmäßige Schlafdauer von weniger als vier bis fünf Stunden aus. Unter Experten ist es umstritten, ob diese äußerst kurze Zeitspanne als Extremwert innerhalb der normalen Bandbreite anzusehen ist, oder ob es sich dabei tatsächlich um eine krankhafte Störung handelt.

Langschläfer sind durch eine durchschnittliche Schlafdauer von mehr als zehn Stunden charakterisiert. Ohne Frage kann dies zur Beeinträchtigung der Lebensqualität führen, da neben Schlaf und Arbeit nur mehr sehr wenig zeitlicher Spielraum für Freizeit bleibt.

Quelle: Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung

In Summe gibt es rund 80 verschiedene Schlafstörungen. Rund ein Viertel aller Österreicher leidet an einer solchen. Tendenz steigend.

Schreckgespenst Albtraum

Albträume können einem die Nachtruhe gründlich verderben. Über den genauen Zweck des Träumens wird unter Forschern immer noch gestritten. Es wird aber wohl schon jeder einmal erlebt haben, dass am Vortag Erlebtes Eingang in die Traumwelt findet. Genauso ist es nicht ungewöhnlich, dass sich Ängste in Träumen manifestieren. Steht beispielsweise eine Prüfungssituation bevor, ist es naheliegend, dass sich das Unterbewusstsein damit beschäftigt. Negative Träume vom Versagen und Scheitern können die Folge sein.

Empfehlenswert ist es allemal, ein Traumtagebuch zu führen. Wer zum Beispiel von immer wiederkehrenden Albträumen geplagt wird, sich aber am nächsten Tag nicht mehr so recht erinnern kann, worum es bei dem Traum eigentlich ging, sollte sich Schreibblock und Stift neben dem Bett zurechtlegen. Gleich nach dem nächtlichen Aufschrecken das im Traum Erlebte festzuhalten, ist die beste Möglichkeit, um Eindrücke zu konservieren. Alleine das Zu-Papier-Bringen kann dabei helfen, die Hintergründe des Albtraums zu verstehen und dem immer wiederkehrenden Schreckgespenst Herr zu werden.

Symptome eines gestörten Schlafs

Wird die Mindestschlafzeit nicht erreicht oder stellt sich trotz des Erreichens Tagesmüdigkeit ein, sollte dies bei einem Arzt abgeklärt werden.

Schlafapnoe – häufig bei Schnarchern, nächtliches und wiederholtes Bewegen der Gliedmaßen, häufiges Erwachen beim Nachtschlaf und dergleichen deuten eine Schlafstörung an. Wichtig ist es, einfache Ursachen auszuschließen. Essen kurz vor dem Zu-Bett-Gehen, unregelmäßige Schlafenszeiten oder übermäßige sportliche Betätigung sind auf jeden Fall am späteren Abend und in den Nachtstunden zu vermeiden.

Bei tiefer gehenden Problemen kann ein Schlaflabor Abhilfe schaffen. So zum Beispiel die Schlafambulanz im Wiener AKH oder auch das Institut für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien.

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