Trockenfrüchte: Feigen können für Allergiker gefährlich werden

Während frische Feigen relativ schnell verderben, sind getrocknete Feigen lange haltbar, falsche Lagerung kann aber zu Schimmelpilzbildung führen.

Schon in der Antike wurde die Feige im gesamten Mittelmeerraum bekannt und heute wird sie aus diesen Ländern und auch aus Kalifornien nach Deutschland exportiert. Sie gehören zu den Maulbeergewächsen, gelten seit langer Zeit als Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlbefinden und der Feigenbaum wurde sogar als heilig verehrt.

Feigen im frischen und getrockneten Zustand

Weiche, reife Früchte sind vor allem wegen ihrer kräftigen Süße und des Aromas beliebt, einen besonders ausgeprägten Eigengeschmack besitzen sie nicht. Im deutschen Handel sind Feigen überwiegend in getrockneter Form erhältlich, nicht ganz so häufig kann man sie frisch kaufen. Frische, reife Früchte verderben oft innerhalb von zwei bis drei Tagen, sie sollten verpackt im Kühlschrank gelagert werden. Getrocknete Feigen sind bei richtiger Lagerung (kühl und trocken im verschlossenen Gefäß) sehr lange haltbar und deshalb werden sie unter anderem gern als Zutat in Müslis oder auch im Früchtebrot verwendet. Geröstete Feigen können weiterhin als eine Art Kaffeeersatz genutzt werden, sie werden auch zur Herstellung von Spirituosen verwendet.

Feigen und ihre Inhaltsstoffe

Als Lieferant für Kalzium und Eisen sind Feigen nicht nur während der Schwangerschaft und Stillzeit von besonderer Bedeutung. Sie liefern Energie in Form von wertvollen Kohlenhydraten und eignen sich daher besonders gut als Zwischenmahlzeit, um Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall vorzubeugen. Darüber hinaus sind Feigen schon lange für ihre abführenden und harntreibenden Wirkungen bekannt, sie tragen zur Aktivierung des Stoffwechsels bei und können zudem bei Beschwerden an der Gallenblase hilfreich sein. Auch scheint ein postiver Zusammenhang zwischen Bronchialerkrankungen und Tee aus Trockenfeigen zu bestehen.

Vorsicht bei Allergien: getrocknete Feigen können Mykotoxine enthalten

Die durch Trocknung haltbar gemachten Feigen können neben ihren wertvollen Inhaltstoffen aber auch Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) aufweisen. Da die Schimmelpilzgifte Aflatoxin und Ochratoxin A häufig in Trockenfrüchten nachgewiesen werden, unterliegen diese regelmäßigen Untersuchungen. Hierbei sind die Trockenfeigen auffällig, also besonders häufig befallen. Die Bildung von Schimmelpilzen wird besonders durch das im jeweiligen Anbaugebiet vorherrschende Klima begünstigt. Aber auch die Fruchtform spielt bei der Bildung von Schimmelpilzen eine wesentlich Rolle: Die Feige ist eine Scheinfrucht und weist eine Öffnung auf. Diese ist für die Befruchtung der Blüte und für die Fruchtbildung selbst notwendig. Durch diese Öffnung können zum Beispiel Schimmelpilze besonders leicht in die Frucht gelangen und finden saftigen, nährstoffreichen Nährboden vor. Dies kann insbesondere für (Schimmelpilz-)Allergiker gesundheitsgefährdend sein.

Tipps und Tricks

  • Frische Feigen sollten weich aber prall sein und einen fest sitzenden Stiel aufweisen, überreife Feigen riechen leicht säuerlich.
  • Haben die frischen Feigen bräunliche Verfärbungen, können sie bereits verdorben sein.
  • Getrocknete Feigen immer genau auf mögliche Schimmelspuren hin untersuchen, nicht immer sind diese erkennbar und können daher ein erhöhtes gesundheitliches Risiko für Schimmelpilzallergiker darstellen.
  • Nicht ausreichende Trocknung oder aber die Verletzung der Früchte kann ebenso dazu beitragen, dass Schimmelpilze sich ausbreiten können.

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