Urlaubsliebe!

Der erste Liebeskummer im Leben eines Teenagers.

Gerade im Urlaub verlieben sich die meisten Teenager häufig und heftig. Doch diese wunderschöne Zeit endet leider oft unter Tränen und mit gebrochenen Herzen.

Die Sommerferien sind vorbei. Eigentlich sollte sich wieder der Alltag einstellen. Doch mit Ihrem Teenager ist gar nichts anzufangen. Die Gedanken noch bei der Urlaubsliebe, das Herz voll Liebeskummer. Wenn, dann die erste große Liebe endet, ist der Schmerz oft groß.

Wie ernst sollen Eltern den Liebeskummer ihrer Kinder nehmen?

Oft neigen Eltern leider dazu die Probleme ihrer Kinder zu bagatellisieren. Manchesmal ist es schwer nachzuvollziehen, dass sich die Tochter tagelang die Augen ausweint wegen eines Burschen, mit dem sie vielleicht nur wenige Tage im Urlaub verbracht hat.

Bewerten Sie den Schmerz Ihres Kindes nicht an Ihrem Maßstab, sondern nehmen Sie wahr wie sich Ihr Kind verhält. Mitleiden ist weder notwendig noch sinnvoll, aber ernst nehmen und empathisches Verständnis zeigen, ist der richtige Weg.

Was sollen Eltern tun, wenn das Kind nichts anderes mehr im Kopf hat?

Träumen ist natürlich erlaubt. Hundertmal werden schöne Situationen mit dem oder der Angebeteten durchlebt. Diese Träumereien und Sehnsüchte, können aber auch zu weit gehen. Wenn das Kind seine Freunde und sein Umfeld dabei total vergisst und sich nur mehr auf seine Traumwelt konzentriert, muss man als Eltern hellhörig werden.

Versuchen Sie Ihr Kind zu aktivieren. Nichtstun und sich selbst bemitleiden ist ganz schlecht bei Liebeskummer. Erinnern Sie Ihr Kind, was es früher gerne gemacht hat: Sport, sich mit Freunden treffen, ausgehen…etc. Alles, was Spaß macht. Wenn Ihr Kind dann zu Hause im Stillen Kämmerlein wieder das Foto der Urlaubsliebe herauskramt, ist dies nicht weiter schlimm.

Wie können Eltern das Kind unterstützen?

Sprüche wie „auch andere Mütter haben schöne Söhne“ oder „aas wird schon wieder“ helfen nicht weiter, denn etwas Schlimmeres als den aktuellen Liebeskummer kann sich Ihr Kind nicht vorstellen. Dann lieber eine Reise in die Vergangenheit machen: Geschichten vom eigenen Liebeskummer können dem Nachwuchs Selbstbewusstsein zurückgeben: „Wenn andere das bewältigt haben, schaffe ich das auch“. Gerade, wenn Kinder Liebeskummer haben, ziehen sie sich oft zurück. Aber auch wenn das Kind tagelang mit unglücklichen Gesicht herumläuft und sich am liebsten im Zimmer einschließt, drängen Sie es nicht dazu, etwas zu erzählen. Machen Sie deutlich, dass Sie jederzeit für Ihr Kind da sind, und warten Sie ab, bis es von alleine auf Sie zukommt.

Wie reagieren Eltern adäquat auf Forderungen des Kindes?

Reagieren Sie ruhig auf den zumeist unrealistischen Wunsch Ihres Kindes, den Freund oder die Freundin (die ja oft weit weg leben) besuchen zu wollen. Erklären Sie sachlich, dass dies im Alltag schwer umzusetzen ist, es aber andere Möglichkeiten gibt wie etwa Briefe, Email oder ähnliches um in Kontakt zu bleiben. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit sich gemeinsam nächsten Sommer wieder am Urlaubsort zu treffen. Dies klingt in den Ohren der Kinder oft hart und es ist daher umso wichtiger den Kindern sachlich und klar die Gründe zu erklären.

Ein wichtiger Punkt ist auch lieber zu früh als zu spät den Rahmen für die Telefonrechnung festzustecken. Gespräche, aber auch SMS ins Ausland können zu horrenden Telefonkosten führen. Sagen Sie Ihrem Kind klar, dass diese Kosten vom Taschengeld abgezogen werden, oder eine bestimmte Summe nicht überschritten werden darf.

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