Was hilft bei Trockener Nase?

Symptome, Ursachen und Behandlung der Rhinitis Sicca. Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, pflegende Öle, Salben und Meerwasserspülungen wirken vorbeugend, lindernd und heilend bei trockener Nase.

Trockene Nasenschleimhäute machen sich direkt und ohne Umwege bemerkbar. Durch den mangelnden Feuchtigkeitsgehalt spannt die zarte Haut, das in der Nase physiologisch mehr oder weniger immer enthaltene Sekret wird fest und borkig und macht sich unangenehm bemerkbar. Oft haben die Betroffenen den Drang, diese festen Krusten zu entfernen, um die Spannung zu vermindern und der Finger wandert mehr als nötig in die Nase. Dies sollte jedoch tunlichst vermieden werden, da unter diesen Umständen schnell Nasenbluten entsteht und durch die Finger eine Keimverschleppung über die geschädigte Nasenschleimhaut erfolgen kann.

Gründe für eine trockene Nase

Oft macht sich eine trockene Nase gerade in den Wintermonaten bemerkbar. Durch die Heizung erniedrigt sich die natürliche Luftfeuchtigkeit. Auch klimatisierte Räume haben in der Regel eine trockenere Luft. Arbeiten in Umgebung mit hoher Staubbelastung und einige allergische Erkrankungen der oberen Atemwege können ebenfalls eine Rhinitis sicca fördern.

Trockene Nasenschleimhäute sind nicht nur unangenehm, sondern können sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken, denn die normalerweise vorhandene feuchte Schleimschicht bildet eine Barriere gegen Keime aller Art. Bakterien, Viren und Pilze geraten durch eine trockene Nase wesentlich schneller in den Körper und können so gerade Infekte der Atemwege begünstigen.

Tipps gegen trockene Nasenschleimhäute

Meistens kann eine trockene Nase durch einfache Maßnahmen beseitigt werden:

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen

Raumluft sollte zwischen 50 und 60% Luftfeuchtigkeit haben. Wasserverdunster, die an Heizungen angebracht werden, können das Raumklima verbessern. Auch Grünpflanzen, die viel Wasser brauchen, helfen das Raumklima zu verbessern. Tischbrunnen werden kontrovers diskutiert. Für manche Mediziner sind sie die ideale Brutstätte für Pilze. Ein Brunnen muss natürlich regelmäßig gesäubert werden. Ist dies gegeben, ist solch eine Wasserquelle eine ideale, dekorative Befeuchtungsmöglichkeit der Zimmerluft.

  • Nasensalben und Öle

Standard in der Behandlung einer trockenen Nase und zum vorbeugenden Schutz sind Salben mit Dexpanthenol. Der Wirkstoff beschleunigt den Heilungsprozess und hat sich bei zahlreichen Haut- und Schleimhautverletzungen bewährt.

Olivenöl aus der Küche kann ebenso gute Dienste leisten. In der Apotheke gibt es eine Vielzahl von fertigen Nasenpflegemitteln, deren Hauptbestandteil hochwertige Öle sind, als Zusatzstoffe haben sich beispielsweise Vitamin E und A, sowie ätherische Öle aus Zitrusfrüchten bewährt.

  • Nasenspülungen mit Salzwasser

Wer es selber machen möchte, kann eine Prise Salz in eine Tasse mit lauwarmem Wasser geben und die Lösung durch die Nase ziehen. Eine anwendungsfreundlichere Möglichkeit sind fertige Meerwasssersprays bzw. Salzlösungen aus Apotheke und Drogeriemärkten, die unkompliziert überall appliziert werden können. So soll bei viermal täglicher Meerwasserspülung der trockenen Nase wirkungsvoll vorgebeugt werden können. Sind die Nasenschleimhäute bereits angegriffen und borkig, hilft diese Maßnahme jedoch meist nicht mehr ausreichend.

Wichtiger Hinweis: Häufiger Gebrauch von abschwellenden Nasentropfen, wie sie gerne bei Erkältungskrankheiten gebraucht werden, können die Nasenschleimhäute auch austrocknen!

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