Kundalini-Yoga

Eine dynamische Yoga-Form, die die Energie-Zentren öffnet. Kundalini-Yoga ist eine dynamische Form des Yoga, deren Hauptziel es ist, die Energiezentren des Körpers (Chakras) zu öffnen und den Energiefluss zu ermöglichen.

Yoga ist in der Zwischenzeit ein feststehender Begriff auch im Westen geworden; Verwirrung können dabei die verschiedenen Unterarten und ihre unterschiedlichen Aspekte stiften. Kundalini-Yoga ist eine der dynamischeren Yoga-Arten, d.h. hier werden weniger starre Posen eingenommen, sondern aktive Übungen durchgeführt.

Definition des Kundalini-Yoga

Kundalini-Yoga versteht sich als Yoga des Bewusstseins. Wichtig hierbei sind besonders die Energiepunkte und -bahnen des Körpers, die nicht nur körperliche Funktionen steuern, sondern auch auf Geist und Seele, und damit auf den Bewusstseinszustand einwirken. Yoga (und Meditation) beeinflussen damit alle Ebenen des Seins.

Besonders ist an Kundalini auch, dass es keinen Rückzug vom Alltag in Introversion und Erleuchtung verlangt, sondern versucht, spirituelle Disziplin und Alltag zu vereinen. Obwohl Kundalini-Yoga auf einer Jahrtausende alten Methodologie beruht, fand es doch erst gegen Ende der 1960er Jahre weitere Verbreitung, als Yogi Bhajan, ein Sikh-Yoga-Lehrer, es in den Westen brachte.

Übungen im Kundalini-Yoga

Grundlagen des Kundalini sind dynamische Körper- und Energieflussübungen sowie Atemtechniken, die zu körperlicher und seelischer Ruhe und Entspannung führen und damit innere Gelassenheit und eine meditative Stimmung erzeugen. Die Übungen im Kundalini-Yoga sind meist aktiver und schwungvoller als in anderen Yoga-Richtungen; sie werden in geschlossenen Reihen, den sogenannten Kriyas, durchgeführt. Diese Kriyas wirken auf die verschiedenen Energiesysteme und -bahnen im Körper gleichzeitig und bringen sie ins Gleichgewicht. Jede Kriya enthält körperliche Übungen, Konzentration, Atemtechniken, Meditationen und Entspannungsübungen in einer bestimmten Reihenfolge. Diese Reihenfolge sollte möglichst nicht geändert werden, da nur dann der spezifische Effekt der Kriya auf Körper und Geist gewährleistet ist.

Chakras – die Energiezentren

Eine der grundlegenden Ideen des Kundalini-Yoga ist die Lösung von Blockaden in den Energiezentren des Körpers, den sogenannten Chakras. Die sieben Haupt-Chakras sind entlang der Wirbelsäule an den folgenden Punkten angeordnet: am unteren Ende der Wirbelsäule, im Genitalbereich, am Nabelpunkt, am Brustbein, an der Kehle, zwischen den Augenbrauen und am Scheitelpunkt. Jedes dieser Chakras steht für einen bestimmten Zustand der Persönlichkeit, und alle diese Zustände müssen auf dem Weg zur Selbstverwirklichung durchlaufen werden. Ist eines dieser Chakras blockiert, so besteht ein Problem mit dem dazugehörigen Persönlichkeitszustand, dass gelöst werden kann (und damit auch die Blockade), indem Kriyas geübt werden, die sich speziell auf dieses Chakra konzentrieren und den Energiefluss darin aktivieren.

Integration aller Yoga-Aspekte

Bei den meisten Unterarten des Yoga werden einzelne Aspekte des ursprünglichen Yoga hervorgehoben und betont, also z.B. im Hatha-Yoga die körperlichen Übungen oder im Raja-Yoga die Meditation. Kundalini-Yoga hebt diese Unterteilung wieder auf und verknüpft diese einzelnen Elemente wirkungsvoll.Die acht Bestandteil des Yoga (Verhaltensregeln, Disziplin, Körperhaltung, Atmung, Sinnesbeherrschung, Konzentration, Meditation und Entspannung) sind im Kundalini-Yoga verknüpft und werden alle von Anfang gelehrt, und nicht wie in anderen Schulen Schritt für Schritt eingeführt und aufeinander aufgebaut.

Kundalini-Yoga ist eine sehr effektive Art, etwas für Körper und Geist zu tun, ohne zuviel Zeit eines geschäftigen Alltags „opfern“ zu müssen.

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