Wie gesund sind Tiefkühlprodukte?

Vorteile der Tiefkühlkost und was man beachten sollte.

Das Angebot in der Tiefkühltruhe ist groß und reicht von Tiefkühlpizza über Spinat bis hin zu Fisch. Doch wie gesund sind Tiefkühlprodukte eigentlich?

Raus aus dem Tiefkühlfach, rein in den Topf, so einfach kann Kochen sein. Wohl kaum einer macht sich heutzutage mehr die Mühe und putzt, wäscht und bereitet Spinat oder Erbsen noch selber zu. Lieber greift man zu den Alternativen aus der Kühltruhe. Doch ist Tiefkühlkost eigentlich gesund?

Tiefgefrieren

Tiefgefrieren ist eine der zahlreichen Konservierungsmethoden, um Lebensmittel länger haltbar zu machen. Dabei wird die Temperatur so weit gesenkt, dass sie unter dem Gefrierpunkt der Säfte im Lebensmittel liegt. So haben Mikroorganismen keine Chance mehr anzugreifen, da ihr Lebensraum, das Wasser, gefroren ist und sie sterben ab. Ab einer Temperatur von -15 °C, besser noch -18°C, können die Mikroorganismen nicht mehr wachsen.

Vorteile von Tiefkühlprodukten

  • Längere Haltbarkeit
  • Farbe, Geruch und Geschmack bleiben erhalten
  • Konsistenz bleibt bestehen
  • Nährstoffe bleiben gut erhalten
  • Ganzjähriges Angebot
  • Geringer Zeit- und Arbeitsaufwand
  • Sinnvolle Vorratshaltung möglich
  • Oft günstiger

Wie gesund sind Tiefkühlprodukte?

Da es eine Vielzahl von Tiefkühlprodukten gibt, muss man die eingefrorenen Lebensmittel einmal genauer betrachten. Allgemein gilt, unbehandelte Produkte sind positiv zu bewerten, Fertiggerichte oder Rahmgemüse sollten seltener auf den Tisch.

Gemüse und Obst

Hier ist alles im grünen Bereich. Tiefkühlgemüse und -obst sind allgemein positiv zu bewerten. Der Nährstoffgehalt bleibt auch nach dem Einfrieren bestens erhalten, meist ist er sogar besser als der von frischen Lebensmitteln. Auch Farbe, Konsistenz und Geschmack sind einwandfrei. Nur bei Möhren kann es dazu kommen, dass diese etwas wässrig und fade schmecken, hier lieber zur frischen Variante greifen. Tiefkühllebensmittel sind oft auch leichter verdaulich. Ihre Zellwände werden durch das Einfrieren aufgelockert und Inhaltsstoffe können so leichter aufgenommen werden. Auch pflanzliches Eisen kann besser verwertet werden, da schwer lösliche Komplexe durch das Tiefgefrieren gelöst werden. Wichtig ist immer, darauf zu achten, dass die Tiefkühlprodukte frei von Zusatzstoffen sind. Konservierungsstoffe, Farbstoffe und andere Zusätze sind nicht nötig. Auch fertige Gemüsemischungen mit Sahne oder Butter sollten seltener auf den Tisch, hier verbergen sich oft viele unnötige Kalorien.

Fleisch und Fisch

Auch hier gilt, unverarbeitete Produkte bevorzugen. Panierte Fleisch- und Fischstücke sollten nicht zu oft verzehrt werden. Die Panade saugt sich beim Zubereiten mit Fett voll und schnell wird aus dem mageren Fisch eine wahre Fettbombe. Kauft man unbehandelte Fleisch- oder Fischstücke, ist gegen das Tiefkühlprodukt nichts einzuwenden. B- Vitamine können sogar besser resorbiert werden. Aufpassen sollte man lediglich beim Transport vom Supermarkt nach Hause und beim Auftauen. Angetaute Lebensmittel sind leicht verderblich und machen es Mikroorganismen leicht anzugreifen.

Fertiggerichte

Hier ist Vorsicht geboten. Fertiggerichte enthalten oft zu viel Fett, Salz und Zusatzstoffe. Egal ob Tiefkühlpizza, Reispfanne oder Frühlingsrolle hier sollten sie ruhig mal einen Blick auf die Nährwertangabe werfen. Oft enthalten Fertiggerichte sehr viele Kalorien und zu viel Fett. Auch Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe sollten gemieden werden. Bei Pommes Frites und anderen Kartoffelerzeugnissen sollte man sich die Zutatenliste einmal genauer ansehen. Stehen dort gehärtete Fette oder teilweise gehärtetes Pflanzenöl, ist dies ein Zeichen dafür, dass Transfettsäuren enthalten sind. Diese wirken sich ungünstig auf die Blutfettwerte aus und erhöhen bei übermäßigem Verzehr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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